Frankenberg

Gemeinsames Fastenbrechen

- Frankenberg (js). Zum Fastenbrechen am Ende des Ramadan trafen sich am Samstag der Türkisch-Deutsche Verein und die Türkisch-Islamische Gemeinde in Frankenberg. Das sogenannte Iftar-Essen wird unmittelbar nach Sonnenuntergang eingenommen.

Die deutschen Gäste hatten Gelegenheit, einerseits die Gepflogenheiten, Traditionen und Riten der Türkisch-Islamischen Gemeinde und andererseits das Frankenberger Islamische Gemeindezentrum und die Moschee kennen zu lernen. Besonders freute sich Ali Korkmaz, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen Gemeinde, über die Teilnahme von Bürgermeister Christian Engelhard und der Vertreter der beiden christlichen Gemeinden, Dekanin Ute Zöllner und Pater Laurentius. Vor dem Iftar-Essen zeigte Korkmaz den deutschen Gästen die Räume des türkisch-islamischen Zentrums. Das Gebäude, eine alte Lederfabrik, hatte die 1986 gegründete türkische Gemeinde im Jahre 1990 erworben. Nach einigen Umbauten und Reparaturen wurde das Zentrum 1991 bezogen. Die Gemeinde zählt heute rund 150 Mitglieder, zu der auch Mitglieder anderer Nationalitäten wie Marokkaner, Algerier, Libanesen und Bosnier gehören. „Wir sind eine offene Gemeinde und deshalb sind alle Menschen, ganz egal welcher Religion oder Nationalität sie angehören, gern willkommen,“ sagte Ali Korkmaz.Das eigentliche Ziel des Fastens sei es, erklärte Iman Tayyip Kocer, Gottes Anerkennung zu erlangen. Daher werde am Tage sowohl keine Nahrung aufgenommen, als auch die Enthaltsamkeit des Menschen dargelegt. Das Fasten sei eine Spende des Körpers, so der Iman. Zubereitet wurde das Essen von den Frauen der türkisch-islamischen Gemeinde. Für die zu späterer Stunde angebotenen Kuchen und Torten hatten die deutschen Mitglieder des türkisch-deutschen Vereins gesorgt.

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