Die ersten Menschen kamen am Freitag um 23 Uhr

Gemünden beherbergt 247 Flüchtlinge in Sport- und Kulturhalle

+
Kleider trocknen in der Sonne: 247 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und Eritrea sind derzeit in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Sport- und Kulturhalle in Gemünden untergebracht. Darunter sind auch viele Familien mit Kindern.

Gemünden. Es war 23 Uhr, als die ersten Flüchtlinge am vergangenen Freitagabend in der Erstaufnahmeeinrichtung in Gemünden eintrafen.

„Die Nacht hindurch wurde die Sport- und Kulturhalle mit 134 Flüchtlingen belegt. Am Samstagabend kamen noch einmal 113 in Gemünden an, so dass die Zahl dort aktuell bei 247 liegt“, berichtete Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick am Sonntag auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Flüchtlinge kommen überwiegend aus Syrien, Afghanistan, Iran, Irak und Eritrea.

Sichtschutz: Das Areal ist von einem Zaun mit Sichtschutz umgeben. Hinter dem Zaun Dixi-Toiletten, Duschcontainer und Zelte, in denen die Flüchtlinge medizinisch versorgt werden.

Bei der Ankunft und in den ersten Tagen danach sei es im Inneren der Sport- und Kulturhalle und um das Außenglände herum ruhig geblieben. Das bestätigte auch Gemündens Bürgermeister Frank Gleim, der am Sonntagmorgen zum wiederholtem Male die Erstaufnahmeeinrichtung besuchte. „Es gab keinerlei Probleme“, sagte er.

Der Rathaus-Chef betonte, dass gerade im ehrenamtlichen Bereich „Gigantisches geleistet wurde, um die Erstaufnahmeeinrichtung in Gemünden aufzubauen und betriebsbereit zu machen“. Der Gemündener Stadtbrandinspektor und Einsatzleiter André Boucsein lobte ebenfalls das Engagement der zahlreichen Helfer.

In den kommenden Tagen soll die Leitung der Erstaufnahmeeinrichtung dann in die Hände des Regierungspräsidiums Gießen übergeben werden, das dann auch mit eigenen Leuten vor Ort sein wird.

Ausgehängter Essensplan in der Sport- und Kulturhalle: In mehreren Sprachen steht, wann es Frühstück, Mittag- und Abendessen gibt.

Vor der Ankunft der Flüchtlinge in Gemünden war noch überlegt worden, ob man nicht die weißen Sichtschutzplanen an der Umzäunung der Erstaufnahmeeinrichtung entfernt, um die Flüchtlinge nicht zu sehr abzuschotten. „Ein Sichtschutz wird auf jeden Fall bei den sanitären Außeneinrichtungen bleiben, um die Privatssphäre der Flüchtlinge zu gewährleisten“, sagte Bürgermeister Gleim. Ob in anderen Bereichen in den kommenden Tagen die Planen entfernt würden, werde sich zeigen.

 

Lesen Sie auch:

Flüchtlinge in Gemünden haben gute Chancen auf Asyl

Liebe Nutzer, anders als die meisten Artikel auf HNA.de können Sie diesen Text nicht kommentieren. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene und beleidigende Beiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb können Sie nur ausgewählte Artikel zu diesem Thema kommentieren. Wir bitten um Verständnis.

Quelle: HNA

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion