Gemündener Norbert Otto ließ Kämmerei-Rechnung von 1794 lebendig werden

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Alter Umschlag, neuer Inhalt: Norbert Otto übertrug Zahlen und Handschriften aus der Gemündener Kämmereirechnung von 1794 ins heutige Deutsch und machte daraus ein lebendiges Büchlein über „Haushaltsgeister“.

Gemünden. Feuerschilling, Steuer-Gulden, Wächtergeld - das waren die ständigen Einnahmen, die die „Haushaltsgeister“ im Rathaus des Ackerbürgerstädtchens Gemünden an der Wohra anno 1794 zu verrechnen hatten.

Mit gestochen scharfer Schrift führte der damalige Stadtkämmerer Johann Jost Bornmann das Haushaltsbuch, die „Kämmerei-Rechnung“. Norbert Otto, Vorsitzender des Gemündener Museumsvereins, erkannte sofort, dass solch ein historisches Schriftstück viel mehr als nur Zahlen enthält.

Unter dem Titel „Haushaltsgeister“ hat er daraus ein Büchlein gemacht, das in Farben und Etikett außen so amtlich aussieht wie das Original, innen aber so viele Daten, Erklärungen, moderne Karikaturen und Faksimileseiten enthält, dass sich daraus eine höchst informative, facettenreiche Momentaufnahme der Stadt Gemünden im 18. Jahrhundert zusammensetzt.

„Ich wollte die Geschichten, die das alte Rechnungsbuch zwischen den Zeilen erzählt, für Menschen von heute lebendig werden lassen“, sagt der Gemündener Heimatforscher.

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Quelle: HNA

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