Fläche zwischen Motocross-Strecke und Bundesstraße

Genossenschaft plant großen Solarpark

+
Zwischen der Motocrossstrecke und der Bundesstraße 253 bei Laisa soll ein Solarpark entstehen, der rein rechnerisch 260 Haushalte mit Strom versorgen könnte. Er soll im Sommer 2013 ans Netz gehen.Foto: Mark Adel

Battenberg-Laisa - Die 1,2 Megawatt leistende Anlage liefert rechnerisch den Strom für alle Laisaer Haushalte. Sie soll Mitte 2013 ans Netz gehen. Bauherr ist die in diesem Jahr gegründete Bürgerenergiegenossenschaft Ederbergland (Begeb).

Rund zwei Millionen Euro investiert die Begeb nach Angaben ihres Sprechers Günter Jakobi in die Anlage. Die Begeb war im Zuge der Erstellung des kommunalen Klimaschutzkonzepts gegründet worden und setzt sich aus Mitgliedern aus dem gesamten Oberen Edertal zusammen. An der neuen Solaranlage können sich Bürger über Einlagen beteiligen. Der Rest der Kosten muss über Kredite finanziert werden.

Geplant war ursprünglich eine Beteiligung am Solarpark der Firma Viessmann in Bromskirchen. Nachdem Viessmann das abgelehnt hatte, suchte die Begeb nach einem neuen, ersten „Vorzeigeobjekt“. Rechnerisch soll die geplante Anlage 260 Haushalte mit Strom versorgen - das würde für ganz Laisa reichen. Der Solarpark ist damit genauso groß wie die Anlage bei Bromskirchen.

Die Fläche „Auf der Hänge“ zwischen der Motocrossstrecke und der Bundesstraße 253 sei perfekt geeignet, berichtete Günter Jakobi auf FZ-Anfrage. Die Genossenschaft hat mit den knapp 20 Grundstücksbesitzern Gespräche geführt. Sie wurden in einer Versammlung über die Pläne informiert. Es herrsche weitgehend Einigkeit, sagte Jakobi. „Wir haben so gut wie alle unter einem Hut.“ Die Eigentümer kommen aus Laisa und Holzhausen. Die Anlage soll etwa 1,2 Megawatt leisten: „Das ist aber sehr konservativ gerechnet“, erklärte Jakobi.

Insgesamt ist das Gelände fünf Hektar groß. Bebaut wird das Gebiet nicht nur mit den Solarzellen, sondern auch mit Zufahrtswegen und kleinen Technikgebäuden.

Die Begeb habe über die Stadt nach geeigneten Flächen gesucht. „Planungsrechtlich wäre ein Solarpark problemlos realisierbar“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel während der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstag. Die Flächen seien als Gewerbegebiet ausgewiesen. „Der Bebauungsplan lässt die Errichtung eines Solarparks zu“, erklärte Horsel. Die Ausrichtung der Solarmodule sei an dem Hang „optimal“ möglich.

Aus der Sicht von Parlamentsschef Heinz-Günther Schneider (SPD) ist die Fläche „zu schade“ für einen Solarpark. Bürgermeister Heinfried Horsel entgegnete, dass das Gebiet bislang nicht für Gewerbeansiedlungen nachgefragt worden sei. „Das liegt schon zig Jahre, ohne dass sich was getan hat“, sagte der Rathauschef und ergänzte: „Wir haben weitere Flächen.“

Die Begeb plane weitere kleinere Projekte, sagte Günter Jakobi: Beispielsweise Photovoltaikanlagen auf kommunalen Gebäuden. Auch die Windkraft steht auf der Liste der Genossenschaft.

Kommentare