Einspeisevergütung soll sinken

Geplante Ökostrom-Anlagen im Landkreis auf der Kippe

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Waldeck-Frankenberg. Nach der Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), die Vergütung für neue Ökostrom-Anlagen bis 2015 erheblich zu senken, steht auch der Bau weiterer Windkraftanlagen und Solarparks im Landkreis Waldeck-Frankenberg nun auf der Kippe.

Gabriels Plan ist, die Einspeisevergütung ab 2015 von 17 auf zwölf Cent pro Kilowattstunde zu senken. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, deren Eckpunkte das Bundeskabinett am Mittwoch nach Agenturberichten gebilligt hat, lässt Investoren und Betreiber von Projekten mit erneuerbaren Energien im Landkreis bereits aufhorchen – und weckt mancherorts Befürchtungen, wie eine HNA-Umfrage ergeben hat.

Wenn alle Vergütungssätze tatsächlich um fünf Cent sinken würden, brauche man das Erneuerbare-Energien-Gesetz nicht mehr: Das sagt beispielsweise Günter Jakobi, Vorstandsvorsitzender der Bürger-Energiegenossenschaft Ederbergland, die ein Millionen-Solarpark-Projekt in Battenberg-Laisa plant.

Und in der kleinsten Kommune Waldeck-Frankenbergs, in Bromskirchen, glaubt Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, dass eine Fünf-Cent-Kürzung der Einspeisevergütung ein geplantes Projekt mit zwölf Windrädern auf dem Gemeindegebiet durchaus gefährden könnte.

Eine so massive Absenkunge wäre „definitiv nicht gut“, sagt Stefan Kieweg, Prokurist beim „Verbands-Energie-Werk – Gesellschaft für Erneuerbare Energien mbh“, kurz VEW. Schließlich habe die Tochtergesellschaft der Energie Waldeck-Frankenberg großes Interesse daran, dass sich auch weiterhin Bürger, etwa über Genossenschaften, an Windkraft-Projekten beteiligen würden.

Ein Projekt von sechs Windkraftanlagen im Mengeringhäuser Stadtwald soll hingegen weiter realisiert werden. Davon geht die wpd-Gruppe als Investor aus. (red)

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Quelle: HNA

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