Berufsorientierung in Battenberg

Gesamtschüler testen "grüne" Berufe

+
Neuntklässer der Gesamtschüler haben sich über Umweltberufe informiert.Foto: pr

Battenberg - Bei zwei Projekten an der Battenberger Gesamtschule ging es um die Berufsorientierung: Real- und Gymnasialschüler des neunten Jahrgangs haben in Berufe und Studiengänge im Umweltbereich „hineingeschnuppert“. Außerdem haben technikbegeisterte Jugendliche die Agrarmesse „Agritechnica“ in Hannover besucht.

Die Schüler nutzten den „Green Day“ im Rahmen der Berufsorientierung, um in viele Berufe und Studiengänge im Umweltbereich hineinzuschnuppern. Unternehmen, Hochschulen, Forschungs- und Bildungseinrichtungen stellten mit Schnuppervorlesungen, Experimenten, Workshops oder Betriebsbesichtigungen Berufs- und Studienperspektiven sowie ihr Engagement für Umwelt- und Klimaschutz vor. Schon heute arbeiten in Deutschland mehr als zwei Millionen Beschäftigte in der Umweltwirtschaft.

Gerade bei vielen jungen Menschen ist das Interesse an Umwelt- und Klimaschutz groß und ein wichtiger Faktor ihrer Berufs- und Studienwahl. Dort setzt der „Green Day“ an - denn trotz der Attraktivität der Umweltwirtschaft ist der Fachkräftemangel in Bereichen ein Problem. In diesem Rahmen besuchten Schüler der Gesamtschüler mit Chemielehrer Jochen Jüngst eine Sonderveranstaltung im Chemikum in Marburg. Sie entnahmen Wasserproben aus der Lahn und analysierten sie anschließend im Chemikum. Es wurden unter anderem der Nitrat- und Nitritgehalt verschiedener Proben bestimmt und miteinander verglichen.

Danach hatten die Schüler noch die Möglichkeit, zum Thema „Wie viel Chemie steckt in unserem Haushalt?“ zu experimentieren. Einige Jugendliche stellten unter anderem Taschenwärmer und Spiegel her, andere machten spannende Versuche mit Trockeneis.

Rund um die Berufsorientierung ging es auch beim Besuch 40 technikinteressierter Schüler und zwei Lehrer. Auf Einladung der Reddighäuser Firma Frank Walz- und Schmiedetechnik besuchte die Gruppe die Agritechnica in Hannover, die weltgrößte agrartechnische Fachmesse. Die Messe hat weltweite Bedeutung und Einfluss auf agrartechnische Entwicklungen.

2700 Aussteller präsentieren auf 420 000 Quadratmetern ihre technischen Produkte. Die Schüler bestaunten Schlepper mit 400 PS, Maishäcksler mit 1100 PS, Mähdrescher mit 15 Meter Arbeitsbreite sowie viele andere eindrucksvolle Maschinen für die moderne Agrarwirtschaft.

Die Firma Frank ist ein Kooperationspartner der Gesamtschule im Bereich der Berufsorientierung. Als Europas Marktführer für Verschleißteile in der Landtechnik war der Betrieb mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten. Pflugschare, Messerträger, Gleitkufen und andere Verschleißkomponenten konnten am Stand, aber auch angebaut an den Maschinen der Hersteller betrachtet werden.

Mit einer Fülle von Eindrücken, großen Taschen voller Informationsmaterial und Werbegeschenken wurde am Ende des Ausstellungstages die Heimreise angetreten.

Der Kaufmännische Leiter der Firma, Andreas Koch, informierte zu Abschluss über die Ausbildungs- und Praktikumsmöglichkeiten des Reddighäuser Traditionsbetriebs.(r)

Kommentare