45 Jahre Partnerschaft Frankenberg - Seekirchen

Gesang verbindet über 670 Kilometer

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Haben 1966 erste Kontakte geknüpft: Heinz Müller, Rüdiger Heß, Helmut Seibel, Alois Kersch, Monika Schwaiger, Ewald Bemfert, Elke Menke, Hans Haberl und Rolf Beuermann (von links).

Frankenberg - Neue Freundschaften schließen, alte pflegen und Gemeinsamkeiten entdecken - dazu war am Samstagabend in der Ederberglandhalle Gelegenheit. Frankenberger und die Besucher aus Seekirchen bewiesen, dass ihnen auch nach 45 Jahren die Partnerschaft nach wie vor am Herzen liegt.

Eine Freundschaft zu pflegen, ist nicht immer leicht; besonders wenn die Freunde rund 670 Kilometer trennen. Aber die Frankenberger und ihre österreichischen Partner aus Seekirchen beweisen, dass es möglich ist - und das schon seit 45 Jahren. Immerhin haben die beiden Städte viele Gemeinsamkeiten, vor allem teilen sie die Liebe zur Musik. Als Mitglieder der Frankenberger Liedertafel 1966 erste Kontakte nach Seekirchen knüpften und 1968 die Partnerschaftsurkunde unterschrieben wurde, ahnten sie noch nicht, dass die beiden Städte noch 45 Jahre später eine enge Freundschaft verbinden würde.

Rückblick auf 45 Jahre

Zur „Geburtstagsfeier“ am Samstag waren die Österreicher gerne in ihre Partnerstadt gekommen. In der Ederberglandhalle blickten sie gemeinsam mit Frankenbergern auf die vergangenen 45 Jahre zurück - und das mit viel Musik und guter Laune.

Den Auftakt machte das Vororchester der Edertalschule unter der Leitung von Gertrud Will und Martin Fischer mit drei walisischen Stücken. „Künftige Generationen sollen das fortsetzen, was wir vor 45 Jahren begonnen haben“, wünschte sich die Vorsitzende der Partnerschaftsvereinigung, Elke Menke, „die vielen freundschaftlichen Begegnungen der letzten Jahre wollen wir nicht missen“.

Bürgermeister Rüdiger Heß bezeichnete die Städtepartnerschaft als Brücke, die sich bis heute gut erhalten habe. „Die gegenseitigen Besuche machen diese Freundschaft so wertvoll“, sagte Heß. „Man kommt immer zu Freunden.“ Auch der Seekirchener Bürgermeisterin Monika Schwaiger liegt die Partnerschaft am Herzen. Vor allem die Freude am Beisammensein und am Austausch zwischen den Städten sei ihr wichtig. „Aber ihr habt es uns mit eurer Herzlichkeit immer leicht gemacht“, sagte sie.

Zur Feier gab es natürlich auch Geschenke - Schwaiger überreichte einen Geschenkkorb mit einem „Goldschatz“ aus Schokolade. „Das ist ein Symbol dafür, wie wichtig Freundschaft ist.“ Rüdiger Heß schenkte eine „Schnetter Gesindetruhe“ von der Frankenberger Künstlerin Barbara Betz-Böttner. In solchen Kisten, die auch in Hessen sehr begehrt waren, bewahrten die Mägde und Dienstmädchen im 19. Jahrhundert ihre Habseligkeiten auf.

Märsche sorgen für Beifall

Der Männergesangverein Liedertafel, die Frankenberger Stadtkapelle und die Böhmische Kapelle der „Stadtmusik Seekirchen“ sorgten für einen festlichen Rahmen - ganz im Sinne der musikalischen Gründungsväter der Partnerschaft. Besonders die böhmische Truppe aus Seekirchen sorgte für großen Beifall mit dem „Hessenmarsch“ und dem „Seekirchener Festmarsch“.

So klang der Abend bei einem gemeinsamen Abendessen mit Freunden gemütlich aus, neue Bekanntschaften wurden geschlossen und alte gepflegt.

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