Schiffelbach

Gesangverein feiert 125-Jähriges

- Gemünden-Schiffelbach (sr). „125 Jahre sind es wert, weiterzumachen“, rief Ortsvorsteher und Sänger Heinz-Wilhelm Trümner am Samstagabend allen Schiffelbachern entgegen. Der Gesangverein feierte mit vielen Gästen sein 125-jähriges Bestehen im Dorfgemeinschaftshaus.

Drei Gastchöre aus Gemünden, Josbach und Odershausen gestalteten das Konzert mit dem Jubiläumschor. „Einmal nur in unserem Leben, einmal nur feiert man einen solchen Tag“, sangen die Gastgeber zum Auftakt. Seit 38 Jahren singt der Schiffelbacher Gesangverein unter der Leitung von Dr. Heide Schwöbel. Bürgermeister Frank Gleim lobte den sehr harmonischen Chorklang. „Wir Gemündener sind sehr stolz, dass der Schiffelbacher Gesangverein heute noch besteht“, betonte der Rathauschef. Der Gesang baue Brücken zwischen den Menschen und sorge für eine neue Form der Geselligkeit. Der Vizepräsident des Mitteldeutschen Sängerbundes, Helmut Großenbach aus Bad Hersfeld, deutete die sechs Buchstaben des Wortes Gesang: Gespür, Einsatz, Sozialität, Anpassung, Nachahmung und Gruppensingen. Er überreichte Urkunden des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, des Deutschen Chorverbandes und des Mitteldeutschen Sängerbundes. Der Vorsitzende des Sängerkreises Wohratal, Kurt-Wilhelm Nau, zollte den Vereinsgründern Dank und Anerkennung. 125 Jahre seien nicht nur eine lange Sängertradition, sondern auch Herausforderung und Verpflichtung für die Zukunft. Nau bezeichnete den Verein als „Hort des Gesanges, der Freude und Entspannung“ und überreichte einen Gutschein für Notenmaterial.

Pfarrerin Christina Jung blickte zurück auf das Gründungsjahr 1886. Trotz bedeutender Erfindungen sei die Gründung des Gesangvereins das wichtigste Ereignis für Schiffelbach gewesen. Ortsvorsteher Heinz-Wilhelm Trümner ist selbst aktiver Sänger und forderte alle Dorfbewohner auf: „Lasst unsere Stimmen erklingen und hört nicht auf zu singen.“

Wie viele Chöre benötigen auch die Schiffelbacher Verstärkung. „Es muss ein Ruck durch das Dorf gehen“, forderte Trümner. 125 Jahre seien es wert, weiterzumachen. Der 93-jährige Ehrenvorsitzende des Sängerkreises Wohratal, Heinrich Nass aus Hatzbach, beschrieb den Chorgesang mit einem selbst getexteten Gedicht und erntete großen Applaus.

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