Geschäftsaufgabe wegen Ruhestands

+

Allendorf-Rennertehausen - Ende Juni schließt Günter Eckel die Türen seines Möbelhauses - nicht ohne Wehmut. Damit endet die 61-jährige Geschichte des Unternehmens in Rennertehausen.

. „Die Entscheidung ist mir nicht leichtgefallen“, sagt Günter Eckel, „aber ich gehe in den Ruhestand.“ Und deswegen schließt der Geschäftsmann aus Rennertehausen Ende Juni sein Möbelhaus. Mit einem totalen Räumungsverkauf läutet er jetzt das letzte Kapitel des Unternehmens ein.

Karl Schäfer gründete das Geschäft vor 61 Jahren

„Vor drei Jahren traten bei mir gesundheitliche Probleme auf“, erzählt Günter Eckel, „ich möchte nicht, dass meine Familie mit dem Geschäft alleine dasteht, wenn mir plötzlich was passiert.“ Dazu kämen notwendige Investitionen, die am Gebäude fällig geworden seien. „Das schien uns im Wettbewerb mit den großen Möbelhäusern zu riskant“, sagt er.

Also schließt er zum 1. Juli. Bis dahin können Schnäppchenjäger ihr Glück bei Becker & Eckel versuchen. „Ich bin froh, dass meine vier Mitarbeiter danach schon eine Anschlussbeschäftigung gefunden haben“, sagt Eckel. Bis zum Jahresende sollen alle laufenden Aufträge abgewickelt sein und die 3000 Quadratmeter große Halle zum Verkauf oder zur Verpachtung angeboten werden. Damit endet nach 61 Jahre die Geschichte des Möbelhauses: Karl Schäfer hat das Unternehmen 1954 aus der Taufe gehoben und die Tradition begründet.

20 Jahre später stellte der damalige Inhaber den jungen Günter Eckel ein. Seitdem prägt er das Geschäft wesentlich mit. „Ich habe damals als erster Verkäufer bei Möbel-Schäfer angefangen“, erinnert sich Eckel. Als Ralf Becker, Schwiegersohn des Gründers, 1992 in das Geschäft einstieg, ging er auf Günter Eckel zu. „Es war damals sein Wunsch, mit mir die Firma Becker & Eckel zu gründen“, erzählt er. Ralf Becker starb früh. Und nach seinem Tod übernahm Günter Eckel 2006 das Geschäft als alleiniger Inhaber und führte es weiter.

Wer mit Günter Eckel spricht, merkt schnell, dass ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen ist, den Laden nun zu schließen. „Ich habe alle Höhen und Tiefen im Möbelgeschäft mitgemacht“, erzählt er, „und es macht mir immer noch Spaß, zu beraten und zu verkaufen.“ Und dann ergänzt er: „Ich möchte mich bei all meinen Kunden für ihre teilweise Jahrzehnte lange Treue zu unserem Möbelhaus herzlich bedanken.“

Kommentare