Getrennte Berechnung von Schmutz- und Regenwasser erst rückwirkend

Oberes Edertal. Die gesplittete Abwassergebühr – also die genaue Auflistung der Kosten getrennt für Schmutz- und Regenwasser – kommt zum 1. Januar 2013 in Allendorf, Battenberg, Hatzfeld, Bromskirchen und Burgwald.

Allerdings erst rückwirkend per Ankündigungsbeschluss, denn es fehlen noch Zahlen für die Berechnung. Das hat der in dieser Angelegenheit federführende Bürgermeister Karl-Friedrich Frese (Bromskirchen) der HNA auf Anfrage erklärt.

Um die gesplittete Gebühr hat es in den einzelnen Kommunen schon viele Diskussionen und einigen Ärger geben. Allen Politikern ist klar, dass die Gebühr neue Ungerechtigkeiten schafft; und das mit einem gigantischen bürokratischen Aufwand. Doch es hilft alles nichts: Nach einem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofes müssen die Kommunen Niederschlags- und Schmutzwassergebühren getrennt erheben. Das bisherige Verfahren, den Frischwasserverbrauch als Berechnungsgrundlage zu nehmen, ist nicht mehr zulässig.

Deshalb hatten die Kommunen des oberen Edertals und die Gemeinde Burgwald die Firma Communal Consult aus Wettenberg mit der Datenerfassung betraut. Die Stadt- und Gemeindegebiete wurden abgeflogen und fotografiert.

Jeder Grundstückseigentümer hat einen Fragebogen erhalten, auf dem die versiegelten Flächen wie Dächer und Höfe markiert und berechnet waren. Dazu konnten die Eigentümer Stellung nehmen. „Dieser Teil des Verfahrens ist abgeschlossen“, stellte Frese fest. „Das lief überall sehr gut, mit einer Rücklauf-Quote von über 80 Prozent.“

 

Von Thomas Hoffmeister

 

Mehr lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

Kommentare