Deutscher Gewerkschaftsbund

Gewerkschafter fordern Mindestlohn

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Frankenberg - Niedriglohn, Missbrauch von Werkverträgen und gerechte Bezahlung für Arbeit: Über diese Themen ist der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Fußgängerzone mit den Menschen ins Gespräch gekommen.

An einem Infostand in der Fußgängerzone hat der Kreisverband des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) über Niedriglöhne informiert. „Wir möchten mit den Menschen ins Gespräch kommen und informieren, damit sie sich positionieren können“, sagte der Kreisvorsitzende Manfred Abt. „Wir machen öffentlich, wie es an den gesellschaftlichen Strukturen knabbert, dass Firmen alle Möglichkeiten ausnutzen, um möglichst wenig Lohn zahlen zu müssen“, ergänzte Gewerkschaftssekretär Holger Kindler.

Allein im Landkreis bekommen 8771 Menschen weniger als 1800 Euro brutto für einen ganz normalen Vollzeitjob. Die Leiharbeit in Nordhessen sei zudem regelrecht explodiert. Mit niedrigen Löhnen schaden die Arbeitgeber laut Abt der gesamten Gesellschaft - denn niedrige Löhne müssen nicht nur durch Aufstockungen aus der Staatskasse ergänzt werden, auch die spätere Rente sei zu niedrig, um davon leben zu können.

Neben einem Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde forderte der DGB in der Fußgängerzone auch, den Status von Minijobs abzuschaffen. Für den Mindestlohn sammelten die Gewerkschafter Unterschriften.

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