Gewinn für Jung und Alt: Burgwaldschüler im Altenzentrum aktiv

Schülerprojekt: Klaus Cronau, Präsident des Rotary-Clubs Frankenberg (links), Altenheimleiter Volker Czerwinski (rechts) und Sozialleiterin Marianne Dippel (2. von rechts) begrüßen sechs Burgwaldschülerinnen, die jetzt bei der Seniorenbetreuung mithelfen. Foto: nh

Frankenberg. Schüler der Burgwaldschule kümmern sich um Senioren des Altenzentrums - davon profitieren beide Seiten. Seit 22 Jahren läuft bereits dieses Projekt des Rotary-Clubs erfolgreich. Und es soll auch weiterhin bestehen, heißt es in einer Pressemitteilung des Clubs.

Im Jahre 1989 richtete der Rotary-Club Frankenberg erstmals sein soziales Engagement auch auf Bewohner des Altenzentrums Stiftung Hospital St. Elisabeth in Frankenberg. Schülern der 9. und 10. Klasse der Burgwaldschule wurde - angesprochen von dem damaliger Rektor und Rotarier Kurt Hönisch - die Chance geboten, sich freiwillig für zirka zwei Stunden pro Woche in der Betreuung älterer Menschen einsetzen und zudem dafür ein kleines Taschengeld von dem Serviceclub zu erhalten.

Inzwischen sind die Jugendlichen fester Bestandteil der Betreuung im Altenzentrum.

Das Projekt unterstützt die gesellschaftliche Teilhabe der Pflegeheimbewohner. Das wird ermöglicht durch begleitete Spaziergänge und Spazierfahrten mit dem Rollstuhl im Haus und im Garten, kleine Ausflüge in die nähere Umgebung, Gottesdienstbesuche im Haus und in der Liebfrauen- und Hospitalkirche sowie Einkaufsbegleitung.

Fröhlichkeit tut gut

Die Kontakte mit jungen Leuten, die Fröhlichkeit und Unvoreingenommenheit, das Interesse sowie der Zuspruch tun den Altenheimbewohnern gut. Sie erleben Wertschätzung und gewinnen auch Abstand von Tisch- und Zimmernachbarn. Der persönliche Kontakt ermöglicht Informationen und Verbindungen zum Umfeld der Schüler.

Die Schüler werden mit Dankbarkeit belohnt und immer mit Freude erwartet, schildert der Rotary-Club.

Aber auch die Jugendlichen profitieren laut Pressemitteilung von ihrem Engagement. Sie erleben den Kontakt mit alten und kranken Menschen in vielen Facetten und erfahren Anerkennung. Sie werden selbstständiger und kritischer, lernen von den Lebensgeschichten und testen, ob Pflege ein späteres Berufsfeld sein könnte. (nh/mab)

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Quelle: HNA

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