Tuishi pamoja

Giraffen und Zebras werden Freunde

+
Die Giraffen und die Zebras werden mithilfe der Erdmännchen nach langen Jahren der Feindschaft und der Vorurteile Freunde. Ein Angriff durch Löwen und die Neugier der Tierkinder schweißt die Herden zusammen.Fotos: Dorothea Wagener

Frankenberg - Eine Geschichte über Vorurteile und tierische Freundschaften haben die Kinder der Wigand-Gerstenberg-Schule für ihre Eltern und Freunde aufgeführt.

Dass es manchmal die Kinder sind, die den Erwachsenen die Augen öffnen, hat die Musical-AG der Wigand-Gerstenberg-Schule in ihrem Musical „Tuishi pamoja“ gezeigt: In ihrer beeindruckenden Aufführung spielten die Kinder eine Geschichte über Vorurteile, Freundschaft und Toleranz mit tollem Gesang zu afrikanisch-grooviger Musik.

Die Giraffen und Zebras leben nebeneinander in der Savanne, reden aber nicht miteinander. Die Giraffen finden ihre Punkte „cool“ und die Zebras mit ihren Streifen finden sie einfach nur blöd. Die Zebras dagegen finden die „gepunkteten Langhälse“ doof und ihre eigenen Streifen elegant und schlicht, weil schwarzweiß eben modern ist. Das Giraffenkind Raffi (doppelt besetzt: Robin Kraus und Felicitas Brandenstein) und das Zebra-Kind Zea (souverän gespielt von Anna-Sophia Heinze und Evelyn Paul) beobachten sich aber und interessieren sich füreinander, auch wenn „die Großen“ ihnen das verbieten.

Etwa vier Monate Probenzeit brauchten die 14 Musical-Kinder für das Stück, das eigentlich für 25 Akteure ausgelegt ist. Kein Problem für die Dritt- und Viertklässler: Sie schlüpften gleich in mehrere Rollen und schafften während des Stücks mehrere Kostümwechsel. Das Publikum im gefüllten Foyer der Grundschule wurde Zeuge von perfekt passenden Rollen, die die Kinder mit Selbstbewusstsein, Persönlichkeit und erstaunlichen Kinderstimmen ausfüllten. Die Klavierbegleitung übernahm Matthias Müller, Sophia Nebert spielte im Zebrakostüm Flöte. Den herzlichen und lang anhaltenden Beifall für die 45-minütige Aufführung hatten sich die Akteure mehr als verdient.

von Dorothea Wagener

Kommentare