2800 Besucher beim Frankenberger Nightgroove

Von Glamour-Rock bis Gospel und Folk

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Im Goldenen Engel präsentierte die Formation „Backwater“ rockige Coversongs der vergangenen Jahrzehnte – die Kneipe war wie in den Vorjahren gut gefüllt.

Frankenberg - Neue Deutsche Welle mit "The Lights" in Jolas Treff? Oder lieber Folk mit Maik Garthe und Achim Schulz in der Liebfrauenkirche? Wie wärs mit Latin in der Bäckerei Müller? Der von der Frankenberger Zeitung präsentierte Nightgroove bedeutete am Samstag auch die Qual der Wahl.

Ob von Ort zu Ort ziehen oder sich ein gemütliches Plätzchen suchen und stundenlang der Lieblingsmusik lauschen: Das Kneipenfestival war für beides geeignet. So vielfältig die Musik war, so gemischt war auch das Publikum - wenngleich die „mittlere“ Generation in der Überzahl war. „Wir hatten wenig junges Publikum, aber das ist bei der Programmstruktur nicht verwunderlich“, sagte Organisator Michael Barkhausen der FZ.

Rund 2800 Besucher wurden gezählt und damit 700 mehr als im vergangenen Jahr: „Wir und die Wirte aber Grund, zufrieden zu sein“, bilanzierte er. Die Konzertorte seien alle gut gefüllt gewesen. „Es war eine runde Sache und hat viel Freude gemacht.“ In der Rathausschirn war vor allem Abrocken zu Rockklassikern angesagt: Die Mark-Prang-Band spielte auf der Bühne der Frankenberger Zeitung. Classic Rock gab es auch im Goldenen Engel mit „Backwater“, in der Cocktailbar Geronimo mit „Phoenix“ und im Rockcafé Kult mit „Mallet“. Als Auftakt in die Konzertnacht bot sich die Liebfrauenkirche an, wo im Wechsel der Frankenberger Gospelchor und das Folk-Duo Maik Garthe und Achim Schulz auftraten.

„Chico Diaz Salsaborrr“ bei Bäcker Müller, „Monika und Giovanni“ oder „Piaggi“ in den zwei Eiscafés Martini und „Wohnzimmer-Soul“ im neu eröffneten s‘Kasi sorgten für besonderes Flair, wie es nur der Nightgroove ermöglicht.

In „Jolas Treff“ gastierte Matthias Rabe mit seinen beiden Bands „Minirock“ und „The Lights“. Nach der Premiere im vergangenen Jahr war auch dieses Mal der Obermarkt vor dem Stadthaus zur Open-Air-Bühne umfunktioniert worden: „The Headliners“ spielten Covermusik, Alleinunterhalterin Stephanie Brill als „Just Brill“ bot ein breites Spektrum von Schlager bis Heavy-Rock. „Der Obermarkt war wieder für viele Besucher ein Einstieg und ein Treffpunkt“, stellte Michael Barkhausen fest.

Viele Besucher vermissten die Party in der Tiefgarage der Ratsschänke. Michael Barkhausen hofft, dass sich das Hotel im nächsten Jahr wieder beteiligt.

Positiv wie in jedem Jahr: Der Nightgroove blieb friedlich. Barkhausen geht davon aus, dass das Kneipenfestival im nächsten Jahr in eine neue Runde geht. Der Termin stehe noch nicht fest, anvisiert werde wieder ein Samstag im Mai.

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