Deutscher Radiopreis: Moderator des „Besten Nachrichtenformats“ ist auch in Waldeck-Frankenberg im Radio zu hören

Glückwünsche von Kerner und der Tagesschau

+

Frankenberg - Patrik Buchmüller, als Chefmoderator der Veranstaltungsfunks „Radio Frankenberg“ und „Radio Bad Arolsen“ bekannt, ist einer der beiden Redakteure, die das mit dem Deutschen Radiopreis ausgezeichnete Hörfunkjournal „Der Tag in Rheinland-Pfalz“ von „RPR1.“ moderieren.

Patrik Buchmüller ist seit 2009 Nachrichtensprecher in der „RPR1.“-Sendezentrale in Ludwigshafen, seit einem Jahr moderiert er vertretungsweise „Der Tag in Rheinland-Pfalz“.

Sind Sie mit der Auszeichnung in der ersten Liga der Radiomoderatoren angekommen? Das glaube ich nicht. Mit 27 Jahren in der oberen Liga mitzuspielen, das schaffen nur wenige – da gibt es andere, die eher der ersten Liga angehören.

Welchen Stellenwert hat der Preis für Sie? Der Preis ist eine unheimliche Auszeichnung für die Arbeit, die wir täglich im Sender machen. Der Preis ist nicht nur für mich, sondern vor allem für den Kollegen Jens Baumgart und seine Sendung, die er konzipiert hat und macht. Und insbesondere gehört der Preis dem Sender und dem kompletten Team, das von montags bis freitags an dieser Sendung arbeitet. Mein Anteil ist nur sehr, sehr gering. Aber es ist natürlich eine unglaubliche Ehre, wenn man aus ganz Radio-Deutschland Glückwünsche bekommt. Am Donnerstagabend kam sogar die Chefredaktion von ARD-Aktuell, also der Tagesschau und der Tagesthemen, auf uns zu und hat uns gratuliert. Das war schon ein merkwürdiger Moment.

Was bedeutet diese Ehrung für Ihre berufliche Karriere? Die Radiobranche ist sehr überschaubar, da kennt fast jeder jeden. Wenn ich mich woanders bewerben wollte, was im Moment überhaupt nicht geplant ist, dürfte diese Auszeichnung helfen. Die Gewinner des Deutschen Radiopreises werden von einer Jury des Grimme-Instituts ausgewählt – das macht auch in der Szene was her.

Wie haben Sie die Auszeichnung gefeiert? Es gab eine Aftershow-Party mit einigen Musikern. Da haben wir sehr, sehr lange und sehr, sehr ausführlich gefeiert. Auch unser Programmdirektor, unser Geschäftsführer und Gesellschafter sind mitgereist, um uns zu unterstützen. Mit denen haben wir gut angestoßen.

Stargast war Robbie Williams. Hatten Sie Gelegenheit zu einem Plausch mit einem Star? Robbie saß vier, fünf Tische von uns entfernt, was ja wirklich super nah ist; vor allem völlig unabgeschirmt und ohne Bodyguards. Mit dem habe ich nicht sprechen können. Aber plötzlich kam Johannes B. Kerner auf mich zu, schüttelte mir die Hand und sagte „Herzlichen Glückwunsch“. Auch mit hr1-Moderator Werner Reinke haben wir ein Foto gemacht, was mich sehr gefreut hat, weil ich ihn sehr bewundere.

Mit welchen Erwartungen sind Sie nach Hamburg gereist? Es war für uns schon eine Überraschung, dass wir das zweite Mal mit dieser Sendung nominiert waren. Im vergangenen Jahr war Mandy Schmidt, also unsere Mandy von „Radio Frankenberg“, dabei. Sie hat den Preis leider nicht bekommen. Es war für uns schon eine Ehre, im Folgejahr wieder dabei zu sein. Als der Kollege mir vor einigen Wochen von der Nominierung berichtete, ist mir die Kinnlade runtergefallen. Damit gerechnet, dass wir den Preis bekommen, haben wir nicht. Und wir wussten auch vorher nichts.

Die Jury hat „Der Tag in Rheinland-Pfalz“ als „Bestes Nachrichtenformat“ ausgezeichnet. Was ist so besonders daran? Es ist ein bisschen neben den typischen Radio-Nachrichten. Eine Radio-Nachricht besteht aus fünf, sechs, sieben Sätzen. In unserem Format werden aktuelle Themen ausführlich und aus anderen Blickwinkeln beleuchtet. Wir behandeln ein Thema auch ausführlich – das ist heutzutage im Privatradio nicht mehr ganz so üblich.

Jens Baumgart ist der verantwortliche Redakteur der Sendung. Welche Aufgaben haben Sie als zweiter Moderator? Jens ist unser Redakteur vom Dienst, der sich hauptverantwortlich um die Sendung kümmert und sie von Montag bis Freitag bestreitet. Wenn er nicht da ist, bin ich seine Vertretung – und übernehme seinen Job: die Sendung inhaltlich vorzubereiten, sicherzustellen, dass die Korrespondenten und Reporter liefern, was sie liefern sollen, ich kümmere mich um Interviews und gestalte die Nachrichten.

In Waldeck-Frankenberg sind Sie als Moderator von „Radio Frankenberg“ und „Radio Bad Arolsen“ bekannt. Wo Sie jetzt preisgekrönt sind, ist mit Ihnen 2013 noch zu rechnen? Auf jeden Fall. Am Donnerstagabend hat mein Handy nicht mehr stillgestanden, es kamen E-Mails und SMS. Und sogar auf der „Radio Frankenberg“-Facebook-Fanpage gab es den ein oder anderen Eintrag mit Glückwünschen. Ich hatte es eigentlich nicht so eingeschätzt, dass irgendjemand außerhalb der Radio- und Medienwelt von der Auszeichnung Kenntnis nimmt. Das war für mich sehr rührend und beeindruckend, dass auch Frankenberger den Preis wahrgenommen haben.

Das Interview führte FZ-Redaktionsleiter Rouven Raatz

Kommentare