Auch im Nordosten Afghanistans feiern Frankenberger Soldaten heute Weihnachten

Glühwein am Hindukusch

Weihnachten in Afghanistan: Für das Fest schmückten die heimischen Soldaten auch die Weihnachtsbäume. Die Bäume waren eigens eingeflogen worden. Foto:  nh

Frankenberg. 7500 Kilometer liegen zwischen Frankenberg und Kunduz, Mazar-e Sharif und Faisabad im Nordosten von Afghanistan. Auch über Weihnachten schieben heimische Bundeswehrsoldaten am Hindukusch ihren gefährlichen Dienst: 25 in Mazar-e Sharif, elf in Kunduz und einer in Feysabad. In Afghanistan müssen diese 37 Frankenberger Soldaten auch in diesen Tagen ständig damit rechnen, in feindliche Auseinandersetzungen mit den Taliban zu geraten.

An Heiligabend darf jeder Soldat zwei Tassen Glühwein trinken.

Zugeständnis an die Soldaten am Hindukusch

Freie Tage gibt es für die Frankenberger Soldaten daher auch über die Weihnachtsfeiertage nicht. Die Soldaten sind ständig im Einsatz – während ihre Kollegen in der Heimat schon längst im Weihnachtsurlaub sind. Aber auch fern der Heimat versuchen sie, ein bisschen feierliche Stimmung aufkommen zu lassen. An Heiligabend wird es für die Soldaten heute einen ökumenischen Gottesdienst geben – und auch Glühwein.

„An Heiligabend darf jeder Soldat zwei Tassen Glühwein trinken“, heißt es aus der Führungszentrale der Bundeswehr. Weihnachtsbäume wurden aus Deutschland eingeflogen. Die wurden mit Weihnachtsschmuck auch schon schön dekoriert.

An richtige Festtagsstimmung ist aber nicht zu denken. Die Entfernung in die Heimat ist zu groß, es fehlen die Familie, die Freundin, der Freund. Trotzdem hoffen die deutschen Soldaten im Norden Afghanistans auf ein ruhiges Fest, erst im nächsten Jahr werden sie wieder in die Heimat zurückkehren.

Weil die Telefonverbindung nach Afghanistan vermutlich wegen des Wetters derzeit sehr schlecht ist, kommt am Hindukusch bei jeder Nachricht aus Deutschland große Freude auf. Die Feldpostversorgung funktioniert trotz des erhöhten Aufkommens einwandfrei, ist von den Frankenberger Soldaten zu hören.

Ein Paket braucht nur etwa drei Tage von Frankenberg nach Afghanistan – unter dem Weihnachtsbaum kann es bei den deutschen Soldaten am Hindukusch damit heute auch eine kleine Bescherung geben. Für den frühen Abend ist ein weihnachtliches Menü vorgesehen.

Kameradschaft und Stimmung unter den Soldaten sind auch fern der Heimat gut. Dafür sorgen auch die Kameraden aus der Heimat: Das Familienbetreuungszentrum Frankenberg sorgte beispielsweise für jede Menge Süßigkeiten.

Bundespräsident Christian Wulff hat auch den Frankenberger Soldaten bereits für ihren Auslandseinsatz gedankt: „Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass Menschen überall auf der Welt in Frieden und Freiheit Feiertage wie Weihnachten begehen können.“ (mjx)

Quelle: HNA

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