Klaus Böhme aus Bromskirchen hält Vortrag vor Goethe-Gesellschaft

Goethe als Jäger und Jagdkritiker

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Bromskirchen - Der durch Veröffentlichungen zur Jagd- und Naturgeschichte im In- und Ausland bekannte Autor Klaus Böhme aus Bromskirchen hält im Rahmen einer Veranstaltungsreihe der Goethe-Gesellschaft Kassel am 16. August einen Vortrag zum Thema „Goethe als Jäger und Jagdkritiker“.

In seinem Vortrag beleuchtet Böhme Johann Wolfgang von Goethe einmal ganz anders: als Wanderer und Naturbeobachter, als Jäger zu Pferd und auf der Pirsch, aber auch als Kritiker angesichts der Kosten der höfischen Jagd sowie der Belastungen für die Bevölkerung. Der Dichter konnte nicht nur mit der Schreibfeder, sondern auch mit der Saufeder und mit dem Jagdgewehr umgehen. Jagd und Wild spielten in seinem Leben und Werk eine durchaus ambivalent ausgeprägte Rolle. Was aber zog ihn hinaus in Wald und Flur, wie kam der Schriftsteller zu den Freuden der Jagd, oder gefiel ihm auch manches nicht am jagdlichen Treiben seiner Zeit? Auf diese Fragen sucht Böhme Antworten, illustriert mit zeitgenössischen Abbildungen, Karten und Texten und unter Einbeziehung von Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und Zitaten, zu geben. Dabei wird Böhme Goethes Einstellung zur Jagd der adligen Kreise seiner Zeit herausarbeiten.

Klaus Böhme wurde 1949 in Korbach geboren, machte an der Alten Landesschule sein Abitur und lebt seit mehr als 30 Jahren in Bromskirchen. Seit 1985 arbeitet er auf dem Gebiet der Jagdgeschichte; nach Tätigkeiten als Autor für die regionalen Heimatkalender, für deutsche Jagdzeitschriften, der Veröffentlichung eines Buches 1991 und der Mitarbeit bei einer Ausstellung zur Geschichte der Jagd 1997 in Österreich. Er ist seit 2002 ständiger freier Mitarbeiter der größten deutschsprachigen Jagdzeitschrift in der Schweiz, des „Schweizer Jäger“. Dort veröffentlichte er 2011 einen Aufsatz zum Thema „Goethe und die Jagd“. Von Beruf ist er Diplom-Finanzwirt beim Finanzamt Kassel; in der Hauschronik des ehemaligen Finanzamts Kassel-Goethestraße findet sich aus seiner Feder eine Arbeit über „Goethe und Kassel“.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Südsaal des Anthroposophischen Zentrums in Kassel, Wilhelmshöher Allee 261. (ka)

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