Frankenberg

Goldbachtal ist eine „Augenweide“

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- Frankenberg-Wangershausen (sr). Auszeichnung für Beweidungsprojekt der „Freunde des Goldbachtals“ und des hiesigen Naturschutzbundes. Innerhalb von zwei Jahren seit dem Beginn der Beweidung mit Rotem Höhenvieh haben sich die meist verbrachten Wiesen zu einer blühenden Landschaft und einer „Augenweide in Hessen“ entwickelt.

Der Vize-Bundesvorsitzende der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen (GEH), Dr. Hendrik Sommer, und Landtagsabgeordneter Reinhard Kahl verliehen dem Beweidungsprojekt des Vereins „Freunde des Goldbachtales“ und des NABU die Anerkennung im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie der hessischen Landesregierung. Neben den Orchideenstandorten zeichnen sich die Flächen durch eine hohe Pflanzenviel-falt aus.

Derzeit weiden 20 Tiere auf rund 25 Hektar im Goldbachtal. In den vergangenen Tagen wurden zwei Kälbchen geboren. Seit zwei Jahren hat die Projektgruppe „Agrobiodiversität in Hessen“ beim hessischen Umweltministerium vier Schwerpunkte zur Nachhaltigkeitsstrategie bearbeitet: Ackerland, „Augenweiden“, Obstgärten und Bienen. Auf dem nun vorgestellten Plakat werden die in Hessen vorkommenden, natürlichen Grünlandstandorte präsentiert. Gleichzeitig werden Beispiele gezeigt, mit welchen Tierarten und -rassen eine nachhaltige und umweltgerechte Nutzung und Pflege dieser Biotope möglich ist. Dabei spielen alte und gefährdete Haustierrassen eine besondere Rolle.

Von Rhönschafen über Konikpferde bis zum Roten Höhenvieh eigneten sich alte Rassen hervorragend zur Landschaftspflege, betonte Dr. Sommer. Mit der Internetpräsenz www.weideprojekte-hessen.de wird der breiten Öffentlichkeit Zugang zu mittlerweile 48 Projekten in Hessen vermittelt. Fünf davon befinden sich im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Landtags- und Kreistagsabgeordneter Reinhard Kahl hofft auf viele Nachahmer, um die abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit vielen „Augenweiden“ zu erhalten.

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