Cornelia-Funke-Schule verabschiedete ihre Schulleiterin in den Ruhestand

Good bye, Frau Lay

Eindeutige Botschaft: Die Cornelia-Funke-Schüler zeigten, dass sie ihre Schulleiterin Adelheid Lay vermissen werden. Fotos:  Paulus

Gemünden. „Es muss sich niemand Sorgen machen, dass ich mit meiner Pensionierung in ein Loch falle – es gibt ja Selbsthilfebücher.“ Adelheid Lay bewies trotz aller Wehmut Montagnachmittag auch Humor. Die Schulleiterin der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden wurde in den Ruhestand verabschiedet.

An einem Tag, der für sie lange Zeit noch so weit weg gewesen sei. „Ich habe Glück gehabt, dass ich meinen Beruf so ausüben konnte, dass ich ihn bis heute gern gemacht habe“, sagte die 64-jährige Rosenthalerin. Die Zeit an der Cornelia-Funke-Schule in Gemünden – nun fast genau 30 Jahre – habe ihr gezeigt, dass es die richtige Entscheidung gewesen sei, Lehrerin zu werden.

Adelheid Lay war nur etwa ein Jahr lang Schulleiterin in Gemünden, sie hatte aber schon seit 1988 im Team der Schulleitung mitgewirkt. Sie habe sich großes Ansehen bei Kollegen, Eltern und Schülern erarbeitet, sagte Konrektor Thomas Mandel. Er lobte ihre „sehr engagierte und äußerst gewissenhafte Arbeitsweise“. „Du bist als Schulleiterin immer Mensch geblieben. Deine Kompetenz wird uns fehlen“, sagte Mandel.

Schulamts-Direktorin Uta Opper-Fiedler verglich Lays Abschied mit der Verabschiedung von Schulabgängern: als Entlassung in einen neuen Lebensabschnitt. Diesen neuen Abschnitt solle sie genießen, wünschte Opper-Fiedler.

Zeugnis vom Bürgermeister

Bürgermeister Frank Gleim stellte der Schulleiterin ein Zeugnis aus: Für ihre Zusammenarbeit mit den Eltern und den Städten und Gemeinden bekam sie eine 1. Im Fach „Zeit für sich selbst nehmen“ sah Gleim Verbesserungsbedarf. „Gönnen Sie sich jetzt Zeit für Dinge, die bisher zu kurz gekommen sind“, riet er ihr.

Pfarrer Hermann Noll erinnerte an seine Worte zur Amtseinführung Lays: „Yes, she can“, habe er vor einem Jahr – in Anlehnung an Barack Obama – vorausgesagt. „Wie Recht ich doch damals hatte“, stellte Noll nun fest. Winfried Deichsel, Schulleiter der Edertalschule in Frankenberg, nannte Lay „eine verlässliche und kompetente Partnerin“. Friedhelm Pfuhl dankte im Namen des Landkreises.

Von den Lehrerkollegen gab es eine Ruhebank für den Garten und originelle Gutscheine – etwa für Honig aus der Schul-Imkerei, für den nächsten Kollegiumsausflug. Und Adelheid Lay dürfe nochmal eine Stunde Mathe unterrichten, falls sie es zuhause nicht mehr aushalte.

Die Schüler verabschiedeten die 64-Jährige mit viel Musik und Tanz und sangen: „Die Schulzeit ist für Sie vorbei. Tschüs, good bye, Frau Lay.“ Schulsprecher Andreas Beifuß stellte fest: „Sie hinterlassen große Fußstapfen für ihren Nachfolger.“

Wer Nachfolger wird, steht noch nicht fest, teilte Uta Opper-Fiedler mit. Vertretungsweise werden die bisherigen Konrektoren Kerstin Gnoth und Thomas Mandel die Schule leiten.

Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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