Grillhütte im Dodenauer Wildgehege wird wieder aufgebaut

So soll die neue Grillhütte aussehen: In dem Gebäudeteil links sollen ein Verkaufsbereich mit Lager entstehen, rechts daneben die Toiletten. Im rechten Winkel dazu der überdachte Hallenteil. Rechts sind Flächen für eine Ausstellung vorgesehen. Das Loipenspurgerät des Dodenauer Skiclubs soll im hinteren Bereich in einer Garage untergestellt werden. Zeichnung/Grafik: h+m Christine Müller / nh

Dodenau. „Bei so vielen Beteiligten und so großem Engagement steht das Projekt auf einer soliden Grundlage“, sagte der Battenberger Bürgermeister Heinfried Horsel bei einem Ortstermin zum Wiederaufbau der Dodenauer Grillhütte. „Es könnte ein Erfolgsprojekt werden.“

Das klang ein bisschen wie Wunschdenken. Denn noch steht die Grillhütte finanziell auf etwas wackligen Beinen. Ohne große Spendenbereitschaft und erhebliche Eigenleistungen der Dorfgemeinschaft ist das 130 000-Euro-Projekt nicht zu schultern.

Die Stadt Battenberg hat zwei Spendenkonten eingerichtet und stellt auf Wunsch Spendenquittungen aus.

Sparkasse Battenberg, Konto-Nummer: 166, BLZ 517 522 67. Frankenberger Bank: Konto: 6101801, BLZ: 520695 19.

Ortsvorsteher Wolfgang Stein und der Vorsitzende des örtlichen Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Matthias Schneider, sind jedoch fest überzeugt, dass alles klappen wird: „Wir konnten uns bisher immer auf die Dodenauer verlassen. Es waren alle dafür“, sagte Wolfgang Stein mit Verweis auf eine Versammlung, in der mit Vertretern aller Vereine über den Wiederaufbau diskutiert worden war.

Für Matthias Schneider, den Vorsitzenden des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, der seit 40 Jahren das Wildgehege betreibt, ist die Grillhütte ein wichtiges Stück Heimat. „Viele ältere Dodenauer haben geweint“, berichtete Schneider über die Zeit, als der Totalschaden der idyllisch gelegenes Hütte Ende Juni bekannt wurde. Unbekannte hatten die Holzkonstruktion angezündet. Die Täter wurden bis heute nicht gefasst. Bürgermeister Horsel rief die Zeit zwischen Hoffen und Bangen in Erinnerung.

130 000 Euro könne die Stadt Battenberg nicht allein schultern, betonte Horsel. Die einzige Möglichkeit sei ein Zuschuss aus dem Leader-Programm gewesen. Doch die Fördermittel waren verplant. Durch den Verzicht anderer Kommunen sowie tatkräftige Unterstützung der Region Burgwald und des Fachdienstes Dorf- und Regionalentwicklung beim Landkreis sei es schließlich gelungen, eine gut 50-prozentige Bezuschussung noch für dieses Jahr zu erreichen, sagte Horsel.

Eine wichtige Voraussetzung dafür sei gewesen, dass die beiden Dodenauer Architekten Hans-Helmut Müller und Uwe Poppe „ganz schnell, aber auch solide“ Pläne und Kostenschätzungen für den Wiederaufbau der Grillhütte auf den Tisch gelegt hätten.

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Von Thomas Hoffmeister

Quelle: HNA

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