Wiesenfeld

Großer Festakt im „Alten Dorf“

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- Burgwald-Wiesenfeld (gl). Jahrelange Planung und viel ehrenamtliche Arbeit werden am Sonntag belohnt: Die hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, eröffnet in Wiesenfeld den hessischen Abschnitt des Hugenotten- und Waldenserpfads.

Sonne und Wolken im Wechsel, dazu Temperaturen um 20 Grad und höchstwahrscheinlich auch kein Regen – das verspricht der Wetterbericht für das nächste Wochenende. Ideales Wanderwetter, ideales Wetter für all jene, die Kultur, Geschichte und Natur miteinander verbinden wollen: Mit einer dreitägigen Wanderung wird ab Freitag der hessische Teil des 1800 Kilometer langen Kultur- und Fernwanderweges „Hugenotten- und Waldenserpfad“ eröffnet.Zwar ist die Meldefrist zur offiziellen Wanderung von Marburg nach Frankenberg inklusive Übernachtungen und Gepäck-Service bereits verstrichen. Doch die Wanderung selbst steht weiterhin jedem offen, der die Natur zwischen Burgwald und Kellerwald erkunden möchte.

Los geht es am Freitagmorgen um 10 Uhr am Marburger Landgrafenschloss. Die Wanderung führt an diesem Tag über Sarnau nach Oberrosphe, wo die gemeldeten Wanderer übernachten. Um 9 Uhr geht es am Samstag von dort weiter über Todenhausen auf den Christenberg. Dort nehmen die Wanderer einen französischen Imbiss zu sich. Zudem besteht die Möglichkeit zur Besichtigung der keltischen und fränkischen Funde im Museum sowie der romanischen Martinskirche. Ab 16.30 Uhr werden die Wanderer dann in Ernsthausen erwartet. Dort steht ein Shuttle-Bus bereit, der in Richtung Wiesenfeld fährt. Wer mag, kann aber auch in das nahe Nachbardorf wandern.

Wiesenfeld ist an diesem Wochenende der „Hauptort“ der Wanderung. Mit Tanz, Musik und einem Dia-Vortrag begrüßen die Nachfahren der hugenottischen Einwanderer ihre wandernden Gäste (siehe Kasten). Höhepunkt des Wochenendes: Die offizielle Eröffnung des Hugenotten- und Waldenserpfades durch die hessische Kunst- und Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. Nach einem Gottesdienst geht es am Sonntagmorgen ins „Alte Dorf“, die ursprüngliche Siedlungsstelle der Hugenotten. Dort will die Ministerin das Band zerschneiden und den hessischen Teil des Wanderweges eröffnen.

In Begleitung professioneller Märchenerzähler und Esel geht es anschließend nach Frankenberg, wo Bürgermeister Christian Engelhardt die Wandergruppe am Zisterzienserinnenkloster, dem heutigen Kreisheimatmuseum, empfängt. Dort soll auch eine französische Bibel aus dem 17. Jahrhundert präsentiert werden. Ab etwa 17 Uhr steht in Frankenberg ein Shuttle-Service nach Louisendorf bereit. Dort klingt das Festwochenende aus.

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