Frauenchor Harmonie wird 40 Jahre alt

Großer Melodienstrauß zum Geburtstag

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Die Damen des Jubiläumschores begrüßen mit „Lasst uns miteinander singen“ von Karl-Heinz Jäger.

Frankenberg - Unter dem Motto "Lasst uns miteinander singen" feierte der Frauenchor "Harmonie" am Samstagabend sein 40-jähriges Bestehen mit einem grandiosem Chorkonzert in der Ederberglandhalle.

Vom Morgenleuchten und Abendstimmung, vom Mann im Mond und dunklem Walde, von Schokolade, sieben Brücken, Heimweh und Liebe - groß ist die Spanne der Themen, die an diesem besonderen Abend für den Geburtstagschor und seine Gäste zu hören sind. „Alles klar, es geht los“, lautet der Kanon, den Chorleiter Karl-Heinz Wenzel mit viel guter Laune zu Beginn des Konzertes mit dem motiviert einstimmenden Publikum einübt.

„Als Mensch steht man mit 40 Jahren mitten im Leben- und uns als Chor geht es genauso“, begrüßt die Vorsitzende Renate Klinge Samstag die zahlreichen Besucher in der Ederberglandhalle. Gegründet 1975, seien heute noch neun Sängerinnen aus dieser Zeit in ihren Reihen aktiv, freut sie sich. „Wir werden nicht locker lassen, für den Chorgesang zu werben“.

„Endlich mal ein Frauenchor, der ein Jubiläum feiert“, begeistert sich Cornelia Scheerer, die Vorsitzende des Sängerkreises Edertal. „Ihr seid mit Herz und Seele dabei“, lobt sie die Sängerinnen um Chorleiter Karl-Heinz Wenzel.

Klassiker und Modernes

Das spürt das Publikum sogleich bei den beiden gefühlvoll präsentierten Stücken „Shenandoah“ von Karl-Heinz Jäger und „Mann im Mond“ von Tobias Künzel. Die Liedertafel aus Frankenberg und Schreufa unter der Leitung von Willi Hof grüßt mit traditionellem Liedgut: „Wolga“ von W. Siegler, „Im Walde“ von W. Dunkler und von Felix Mendelssohn „Jäger Abschied“.

Aus Buchenberg gratulieren die „Chor-i-Feen“-Frauen mit Johanna Tripp als Leiterin frisch und gekonnt mit „Lollipop“, „Über sieben Brücken“ und „Ich will keine Schokolade“, allesamt Lieder in der Bearbeitung von Pasquale Thibaut.

„Was würden wohl eure Gründungsväter dazu sagen, wenn sie wüssten, dass die Männer heute auf eine Frau hören“, fragt sich Renate Klinge und kündigt den Männergesangverein Ellershausen an, der in diesem Jahr sein 130-jähriges Bestehen begeht. Mit Marion Born als Dirigentin präsentieren sie neben den Gospeln „Hush“ im Satz von Brazeal W. Dennard und „Roll, Jordan, roll“, gesetzt von Franz Biebl, die musikalische Ermahnung „Halt, was du versprichst“ von Karl Dietrich.

Die Sänger aus Haubern unter der Leitung von Werner Schielke singen über das Gefühl der Verlorenheit den Titel „In der Fremde“ und von der Clownsfigur „Bajazzo“ im Satz Rudi Kühn, dazu den eindrücklich dargebotenen Titel „Heimweh“, im Arrangement von Pasquale Thibaut.

In schwarz und rot gekleidet und mit Marion Born als Leiterin betreten die Bottendorfer Sängerinnen des Chores „Pro Musica“ die Bühne. „In this Heart“ von der irischen Sängerin Shinéad O‘Conner, „Welch ein Geschenk ist ein Lied“, geschrieben von Herbert Grundwald, und der Gospel „Joshua fit the Battle of Jericho“, arrangiert von Heinz Cammin, sind ihre abwechslungsreichen Grüße an den Jubelchor.

Gute Stimmung herrscht an diesem Abend im Frauenchor „Glissando“: „Die Frauen haben kein Problem damit, ihren ‚Hotte‘ auch mal auf dem Arm zu nehmen“, beschreibt Renate Klinge die Situation. Gemeint ist Chorleiter Horst-Werner Bremmer. Gänsehaut kommt bei „Hallelujah“ von Leonhard Cohen auf, „La, le, lu, nur der Mann im Mond schaut zu“, aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ summt wohl jeder im Publikum mit und fröhlich wird es mit „Oh, happy Day“ im Satz von Carsten Gerlitz. Mitreißend und voll Elan am Flügel: Chorleiter Bremmer.

Mehr lesen Sie in der Frankenberger Zeitung vom Montag, 13. April.

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