Grünes Licht für Windpark

Sechs Standorte sind gesichert, die vertraglichen Vereinbarungen für alle Grundstücke liegen vor: Der Windpark Niederasphe soll jetzt Wirklichkeit werden.

Über den Investor Krug Energie GmbH & Co.·KG, der in Wollmar seine Büros hat, ist es gelungen, sechs Standorte für Windkraft geordnet zu entwickeln. Sie bilden den Windpark Niederasphe, der auf dem Kamm zwischen Oberasphe, Niederasphe und Wollmar entstehen wird. Gut sei, dass die Gemeinde mit im Boot sitze und die Akzeptanz aufgrund des Beteiligungsmodells sehr hoch sei, sagt Münchhausens Bürgermeister Peter Funk. Um das Vorhaben umsetzen zu können, musste mit den Besitzern von 140 Grundstücken Einvernehmen erzielt werden. Das sei geglückt. Ein Schallgutachten hat ergeben, dass die Werte überall weit unter den Grenzwerten liegen.

Die Planungen schreiten voran, allerdings steht noch der formale Beschluss der Regionalversammlung am 30. September zum Teilregionalplan Energie Mittelhessen aus.

In Münchhausen wird nicht auf gut Glück geplant. Die Vorrangflächen sind schließlich schon bekannt, Gespräche mit dem Regierungspräsidium in Gießen wurden auch geführt.

Wie geht es jetzt konkret weiter? Zunächst steht dann der Antrag nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz an. Wenn die Genehmigung vorliegt, können die Arbeiten wohl im Februar oder März 2017 beginnen. Die Nabenhöhe der Anlagen liegt bei 166 Metern, die Rotoren haben einen Durchmesser von 136 Metern. Der Investor hat der Öffentlichkeit bei einem Info-Abend einige Visualisierungshilfen aus Sicht der umliegenden Dörfer präsentiert, denn man legt dort viel Wert auf Transparenz.

Berechnungen des wirtschaftlichen Nutzens für die Region gehen von sechs Prozent vom Stromerlös pro Windrad und Jahr aus. Das wären jeweils 25 000 Euro, die sich dann in vier Kategorien aufteilen. 25 Prozent auf die Zuwegung an die Gemeinde, 22,5 Prozent auf das Fundament und die Bebauung, 19,17 Prozent entfallen auf Baulast und Natur und 33,33 Prozent auf das sonstige Poolgebiet, das 64 Hektar umfasst. Darüber hinaus soll die Energiegenossenschaft Münchhausen beteiligt werden.

„Wenn dieses Projekt umgesetzt ist, sind wir hier in Münchhausen von der Produktion her gesehen energieautark“, sagt Bürgermeister Peter Funk.

Von Götz Schaub

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Kommentare