Schreufa

Günther Heißkanaltechnik wieder auf „Wachstumspfaden“

- Frankenberg-Schreufa (mba). „Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts“, sagte Geschäftsführerin Sigrid Sommer bei der Eröffnung der diesjährigen Fachtagung des Unternehmens. Forschung und Entwicklung stehen dabei im Mittelpunkt der Vorträge.

Die Fachtagung bot den rund 150 Teilnehmern die Möglichkeit, sich über den Stand der Technik in Heißkanaltechnik und Kunststoffverarbeitung zu informieren – getreu dem Motto: „Mit der richtigen Technik immer einen Schritt voraus“. Die Referenten der Firmen Günther sowie zehn beteiligter Unternehmen geben in ihren Vorträgen Einblicke in praktische Anwendungen ebenso wie Ausblicke auf Forschung und Entwicklung. Die Gäste konnten sich den Betrieb bei Günther ansehen und es gab eine Ausstellung der Kooperationspartner. „Langfristig steht für uns fest: Kunststoff ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts“, sagte Sommer bei der Eröffnung der Tagung am Donnerstag: „Die Kunststoffindustrie – Erzeuger, Verarbeiter und Maschinenbauer – ist eine Schlüsselindustrie, die in nahezu allen Bereichen wichtige Beiträge zu Lebensqualität und Innovation leistet.“ Das klingt selbstbewusst – gerade angesichts der allgemeinen Wirtschaftskrise. „Wir glauben an den Wachstumspfad der kunststoffverarbeitenden Industrie, hüten uns aber vor übersteigertem Optimismus und vorschnellem Aktionismus“, sagte Sommer und zeigte sich überzeugt vom weiteren Erfolg des Unternehmens. „Sicher hat uns die Krise 2009 getroffen. Bei den Kunststoffherstellern allgemein gab es ein Minus von 15 Prozent. Das hat bei uns zu einem Umsatzeinbruch von 25 Prozent geführt“, räumte Sommer ein. Doch schon in diesem Jahr scheint sich das Blatt gewendet zu haben: „Die ersten beiden Quartale lassen uns das Jahr verhalten optimistisch sehen“ – doch sie bleibt vorsichtig mit Prognosen: „Wenn es so weiter läuft in den Quartalen drei und vier sagen wir, die Krise ist überwunden. Es bleibt abzuwarten.“ Die Produktion bei Günther läuft nach einem „Kaltstart“ aus der Kurzarbeit wieder auf Hochtouren: „Die Kurzarbeit ist vorbei, jetzt fahren wir wieder Überstunden“, sagte Sommer. Zwei aktuelle Investitionen passen ins Bild des Aufschwungs: Für 450 000 Euro richtete Günther ein neues Drehfräßzentrum ein und in der nächsten Woche wird eine Tieflochbohrmaschine für 480 000 Euro angeschafft.

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