Geismarer Heimat- und Kulturverein gibt Mundart-CD heraus

"Gürren Dach ehr lewe Leire"

Die Geismarer Mundart zu überliefern ist Ziel von Elisabeth Michel, Heinz Hauptführer, Gerhard Ködding, Luise Freitag, Helga Sonntag und Hildegard Schäfer (von links), die eine CD besprochen haben. Herausgeber ist der Heimat- und Kulturverein. Foto: Frank Seumer

Geismar - "De gürre ahle Zeit" beschreiben Gerhard Ködding und sechs weitere waschechte Geismarer auf einer Platt-CD. Sie ist neu auf dem Markt.

Die Geismarer Mundart zu pflegen und nachfolgenden Generationen zu überliefern, gehört zu den Zielen des 1996 gegründeten Heimat- und Kulturvereins. Vor sieben Jahren begann Vorstandsmitglied Gerhard Ködding seine ersten „Plattkurse“, bei denen er die „Schüler“ aller Altersstufen typische Geismarer Plattwörter lehrte. Wenig später gab der Heimat- und Kulturverein auch ein Wörterbuch heraus.

Immer wieder interessierten sich junge Geismarer für die Sprache, die bald ausgestorben sein wird. Um die Mundart dennoch zu überliefern, haben sieben Geismarer Frauen und Männer jetzt eine CD mit Texten in Geismarer Platt besprochen. Elisabeth Michel erinnert an „De gürre ahle Zeit“, erzählt aus ihrer Jugend und vom Wandel der Landwirtschaft - beim „Heimachen“ und den „Dickworzeln“ mussten damals auch die Kinder helfen.

Die Autoren der CD sprechen das Geismarer Platt heute noch regelmäßig im Alltag, meist mit der älteren Generation. Fast alle ab 1970 geborenen Geismarer erlernten den Dialekt nicht mehr. „Wir hatten damals in der Schule keine Probleme, haben nicht mehr Fehler gemacht als andere“, betont Luise Freitag.

Weitere Informationen erhalten Sie in der gedruckten FZ am Freitag, 10. April.

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