Hatzfelder Plattschwatzverein entführte Kinder in die Welt der Gebrüder Grimm

Ach wie gütt, dass nimmet ...

Märchenquiz bei den Hatzfelder Ferienspielen: Die goldene Kugel haben die Kinder schnell dem „Froschkönig“ zugeordnet. Foto: Battefeld

Hatzfeld. Einen märchenhaften Nachmittag haben 35 Kinder mit dem Hatzfelder Plattschwatzverein erlebt: Die Mundartgruppe beteiligte sich am Programm der Ferienspiele und hatte die Märchen der Gebrüder Grimm in den Mittelpunkt des Geschehens gestellt.

Das war eine gute Idee, wie sich herausgestellt hat: Die Fünf- bis Zehnjährigen waren begeistert bei der Sache und halfen eifrig mit, im „Märchenmuseum“ wieder Ordnung zu schaffen. Dort hatte eine böse Hexe über Nacht ihr Unwesen getrieben und alle Schilder ausgetauscht. Die Kinder mussten die Museumsstücke korrekt den bekannten Märchen zuordnen.

Schnell hatten die Gruppen erraten, dass der vergiftete Kamm bei Schneewittchen vorkommt und die Schaufel mit Linsen Aschenputtel symbolisieren sollte. Kopfzerbrechen bereitete ihnen ein zerbrochener Krug, den die meisten nicht auf Anhieb dem König Drosselbart zugeordnet haben.

Märchen auf Hatzfalla Platt

Neben dem Quiz erwartete die Teilnehmer eine Märchenstunde mit einem geheimnisvollen Grafen. Auch ein bisschen Platt wurde natürlich „geschwatzt“, als es tönte: „Ach wie gütt, dass nimmet wääß, der ech Rumpelstilzcha hääß.“

Sogar einen Zaubertrank aus Holunderblüten hatten die Mitglieder des Plattschwatzvereins vorbereitet. „Das war früher unsere Limonade, als wir noch kleine Jungen und Mädchen waren“, erzählte Gerhard Mengel den Kindern. Hexe Gertrud Petri teilte derweil leckere Waffeln aus, die das junge Burgfräulein Angelika Schmidt mit zuckrigem „Zauberpulver“ versüßte.

„Ihr müsst mir helfen, Kinder“, stöhnte Graf Manfred Wilhelm von Kautzenstein alias Manfred Kiesant. Im selbst genähten Samtkostüm mit roter Kappe machte er einem echten Prinzen alle Ehre und wurde von den Jungen und Mädchen ehrfürchtig begrüßt.

„Ich hätte nicht gedacht, dass die Kinder mit einer solchen Ernsthaftigkeit daran gehen“, freute sich Kiesant, der die goldene Kugel der Prinzessin aus dem Märchen „Der Froschkönig“ und die anderen Gegenstände ausgewählt und arrangiert hatte. Er fungierte auch als Märchenerzähler auf Hatzfalla Platt.

Zur Erinnerung an den erlebnisreichen Nachmittag im „Märchenmuseum“ bekam jedes Kind zum Schluss ein Foto und einige „märchenhafte“ Andenken. (bs)

Quelle: HNA

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