Erste Kinderakademie in der Edertalschule

Schattenexperimente im Physikkurs: Felix Paul und Bastian Engel beobachten genau, was passiert.

Frankenberg. Kinder, die freiwillig in den Ferien in die Schule gehen? Ja, die gibt es. 36 Schüler der ehemaligen vierten Klassen im Altkreis Frankenberg besuchten von Montag bis Donnerstag die erste Kinderakademie an der Edertalschule.

In Zusammenarbeit mit der Ortenbergschule wurden dort vier Kurse angeboten in den Bereichen Physik/Technik/Mathe, Chemie, Biologie und Theater. Gefragt war besonders der Chemiekurs, dort nahmen zwölf Kinder teil. In den Kursen wurde experimentiert, ausprobiert und geschauspielert. Und es wurden Themen behandelt, die im normalen Unterricht nicht unbedingt vorkommen. „Wir haben Konzentrationsübungen und Übungen für die Stimmbänder gemacht, das war richtig spaßig“, erzählt Lilly Kraushaar, die bei der Theatergruppe mitgemacht hat. Die achtköpfige Mädchengruppe ist sich einig: „Der ganze Kurs war richtig cool.“ Die zehnjährigen Celina Jenny und Amely Diederich würden gerne im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Und das können sie sogar. Winfried Deichsel, Schulleiter der Edertalschule, will dies möglich machen. Die Kinderakademie soll im nächsten Jahr wieder stattfinden. „Wir hoffen dann auf noch mehr Anmeldungen“, so Deichsel. Für die erste Akademie waren zehn Kurse angesetzt, vier davon kamen zustande. Im Chemiekurs, der von den Abiturientinnen der Edertalschule Vanessa Miß und Van Anh Tran geleitet wurde, haben die Kinder Gummibärchen selber gemacht. Im Physik/Technik-Kurs von den Lehrerinnen Martina Engel und Corina Ringler wurden Knobelaufgaben gelöst, programmiert und Schülerexperimente gemacht.

Im Biologiekurs von Julia Born, Referendarin der Ortenbergschule, kamen echte Knochen zur Erklärung des menschlichen Körpers zum Einsatz. Der Theaterkurs wurde von den Schülern Kira Drössler und Benedikt Krämer geleitet. Zum Abschluss der Kinderakademie präsentierte die Gruppe einen Sketch: „Die etwas andere Musikstunde“.

Unterstützt wird die Aktion weiterhin vom Lions-Club Frankenberg. „Wir wollen beide Schulen unterstützen und hoffen, dass die Kinderakademie zu einer festen Einrichtung wird“, sagt Rainer Walenzik, Vorsitzender des Lions-Clubs. Ein Schwerpunkt des Lions-Clubs sei es, die Kinder- und Jugendarbeit zu unterstützen, da passe die Kinderakademie gut ins Konzept.

Der Erlös des am 10. September geplanten Weinfestes des Lions-Club werde wieder in die Projektförderung fließen.

Quelle: HNA

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