Dodenau

Gute Luft soll Prädikat sichern

- Battenberg-Dodenau (da). Mit jährlich etwa 15.000 Übernachtungen ist Dodenau beliebtester Urlaubsort der Region. Damit das so bleibt, soll das Dorf das Prädikat „Luftkurort“ weitere zehn Jahre behalten.

Schon seit 1983 hält das Dorf die Bezeichnung „Luftkurort“, an die strenge Maßstäbe geknüpft werden. In der Region trägt nur noch Rengershausen das Prädikat. Weil der Tourismus in Dodenau schon seit den 50er Jahren von großer Bedeutung ist, will der Verkehrsverein, in dem Privatpersonen, Hotels und Besitzer von Ferienwohnungen organisiert sind, das Dorf für weitere zehn Jahre zum „Luftkurort“ machen.

Zuletzt war das Prädikat 1999 bestätigt worden. Zuständig für die Vergabe ist das Regierungspräsidium in Kassel. „Die Staubmessung ist eine Bedingung, die wir erfüllen müssen“, erklärt Matthias Schneider, Vorsitzender des Verkehrsvereins. 11 000 Euro zahlt die Stadt Battenberg an den Deutschen Wetterdienst, der dafür die Luftqualität an zwei Messtationen ermitteln lässt.

Das macht ehrenamtlich der in Dodenau lebende Rentner Peter Gerke, der früher den städtischen Bauhof geleitet hat. Er schickt die Daten wöchentlich zum Wetterdienst nach Offenbach, ohne allerdings selbst zu wissen, ob die Werte gut oder schlecht sind.

Doch dass die Luft in Dodenau unverändert rein ist, daran zweifelt beim Verkehrsverein niemand. Die anderen Bedingungen seien erfüllt, sagte Matthias Schneider: Mediziner Dr. See fungiere als Kurarzt, im Hotel Sassor befinde sich ein Leseraum, und einmal im Jahr würden die örtlichen Köche geschult – sie lernen dabei zum Beispiel, was ein gesundes Lunchpaket für Wanderer enthalten muss. Dabei arbeitet der Verkehrsverein mit dem Frankenberger Krankenhaus zusammen. Ebenfalls wichtig ist das Verkehrsbüro als Anlaufstelle für Touristen. Es befindet sich in Dodenau in der alten Schule und wird von Verkehrsverein-Geschäftsführerin Ulrike Gerke besetzt. Das Büro ist ebenso wie alle Hotels und Pensionen behindertengerecht erreichbar. Lediglich der ebenfalls geforderte Kurpark fehle, sagt Matthias Schneider. Dafür gebe es in Dodenau ein Wildgehege und zwei Wassertretbecken.

Dodenau soll damit weiterhin für Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus attraktiv sein. Vor Jahrzehnten kamen bis zu 40 000 Touristen im Jahr, heute sind es laut Matthias Schneider jährlich etwa 15 000 Menschen. Früher reisten viele Kegelclubs in Bussen an und blieben mehrere Wochen – diese Buchungen seien fast komplett weggefallen. Aktuell kommen vor allem Wanderer, Radler und Motorradfahrer ins Obere Edertal. Dodenau ist und bleibt damit die Fremdenverkehrshochburg im Ederbergland. „Für unser Dorf ist das Prädikat Luftkurort wichtig“, sagt Schneider.

Doch nicht nur mit der Bezeichnung wollen die Tourismus-Verantwortlichen werben. Derzeit lässt der Verkehrsverein von einer Bad Arolser Firma die Homepage www.luftkurort-dodenau.de überarbeiten. Künftig können Ulrike Gerke und die stellvertretende Vorsitzende Ute Schmidt die Internetseite pflegen und beispielsweise aktuelle Veranstaltungshinweise und Fotos einstellen. Die Internetseite soll noch dieses Jahr online geschaltet werden, bis dahin bleibt die alte Webseite im weltweiten Netz.Weitere Neuerung, die Touristen ebenso wie Menschen aus der Region zugute kommt: Der Rastplatz am Ederradweg in Höhe des Drachenflieger-Landeplatzes soll überdacht werden. Dazu hat der Verkehrsverein eine Kooperation mit dem Lehrbauhof beschlossen. Weitere Projekte sind in Planung und sollen während einer Bürgerversammlung besprochen werden. Sie findet am Freitag, 26. März, um 19 Uhr im Hotel Sassor statt.

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