Frankenberger Modellprojekt präsentierte sich beim Hessischen Familientag in Eltville

Guter Kontakt zu Büdingen

Gruppenbild mit Minister: (von links) Christina Hartmann und Evelin Jacobs (Familienprojekt Frankenberg), der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner sowie Daniela Wüstenbecker-Russell und Heike Pfannenschmidt (Familienprojekt Büdingen). Foto: nh

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg war mit ihrem Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ beim Hessischen Familientag in Eltville vertreten, der von der Karl-Kübel- Stiftung und dem Hessischen Sozialministerium mitveranstaltet wird.

170 Organisationen reisten an, um ihr Angebot für Themen rund um Familie vorzustellen. Das Fest ohne Kommerz und Werbung entwickelte eine familienfreundliche Atmosphäre, schildert Evelin Jacobs vom Frankenberger Familienbüro. Getränke und Speisen wurden kostengünstig angeboten, und die Besucher und Eltern konnten sich zum Beispiel über Literatur für Kinder aus Patchworkfamilien, Sexualerziehung, Beratungsangeboten, Massagen, Pflegeeinrichtungen oder Inklusion informieren.

Bis zu 30 000 Besucher

Im Abstand von zwei Jahren wird der Hessische Familientag seit 2002 ausgerichtet. Bensheim, Fulda, Hofgeismar, Eschborn und Korbach konnten bislang zwischen 25 000 und 30 000 Besucher am Familientag begrüßen.

Neben kostengünstigen Verpflegungspreisen und umfassenden Info-Angeboten zeichnete sich das Fest in der Eltviller Altstadt im Besonderen über die bunten Spiel- und Mitmachaktionen für Kinder aus. Basteln, Schminken, Sägen, Fingerabdrücke nehmen, Kanu fahren, das (Brett-)-Spielmobil oder Wettspiele auf Zeit, fast jede Organisation bot Kindern eine Spielmöglichkeit. Zudem fanden Beiträge und Diskussionen zum Thema Familie auf vier Bühnen statt. Musik, Zauberer und Tanzdarbietungen ließen keine Langeweile aufkommen.

Die Modellprojekte „Familienstadt mit Zukunft“ der Städte Frankenberg und Büdingen stellten ihr Angebot im Doppelpack dar, jede der Städte mit ihren regionalen Besonderheiten, doch mit dem gemeinsamen Ziel der Stärkung der Familienfreundlichkeit in der jeweiligen Kommune. Die Städte arbeiten auch sonst zusammen. Gegenseitige Besuche der mit den Modellprojekten Beauftragten fanden statt. „Wir inspirieren uns gegenseitig,“ sagte Evelin Jacobs, Projektleiterin aus Frankenberg.

Netzwerke bilden

„Dass dieser Austausch nun in einer gemeinsamen Darstellung unserer Projektarbeit und -ziele auf dem Hessischen Familientag mündet, spiegelt wider, was wir auch vor Ort anstreben: Kooperation und Netzwerkbildung“, freut sich Daniela Wüstenbecker-Russell, Projektleiterin aus Büdingen. Für den Sozialminister Stefan Grüttner seien die Mitarbeiterinnen der Projekte vertraute Vertreterinnen zweier Städte, die sich im besonderen Maße für die Stärkung familienfreundlicher Strukturen in ihren Kommunen engagieren, sagte er. Die Projektleiterinnen wurden von den Leiterinnen ihrer Familienzentren Christina Hartmann und Heike Pfannenschmidt unterstützt. (nh/mab)

Quelle: HNA

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