Wilhelm Schäfer weist Verantwortung zurück

Hainaer Parlamentschef: Sind nicht für Gemündener Wasserpreise zuständig

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Wilhelm Schäfer

Haina/Gemünden. „Die Gemeinde Haina ist nicht für die Wasserpreise der Stadt Gemünden verantwortlich", sagt der Vorsitzende der Hainaer Gemeindevertretung, Wilhelm Schäfer.

"Das ist ein hausgemachtes Problem der Stadt Gemünden.“ Mit diesen deutlichen Worten nimmt er Stellung zur Diskussion über die Umorganisation des Wasserleitungszweckverbandes Bunstruth (WLZV).

Mit ihren eigenen Leuten im Zweckverband hätten die Gemündener „es nicht hinbekommen, eine gute Lösung für alle Bürger der Stadt zu erreichen. Nun soll zu Lasten der Hainaer Bürger ein Weg gefunden werden“, kritisiert Schäfer weiter. „Wir können nicht für Gemünden einen moderaten Preis schaffen und gleichzeitig für die meisten Hainaer Bürger einen um 50 Prozent höheren Preis zementieren.“

Wie berichtet, zahlen zehn der zwölf Hainaer Ortsteile 3,05 Euro pro Kubikmeter Wasser. In den Ortsteilen Halgehausen und Bockendorf, die schon bisher weniger zahlen, würde nach der Umorganisation 2,12 Euro erhoben, wie dann in allen Gemündener Stadtteilen auch. Bei der Umorganisation sollen die Stadtteile Lehnhausen, Herbelhausen und Schiffelbach in den Verband aufgenommen werden. Sie müssten sonst viel mehr fürs Wasser zahlen.

Normaler parlamentarischer Vorgang

Es sei ein normaler parlamentarischer Vorgang, dass über die WLZV-Umorganisation im Hainaer Parlament entschieden werde, sagt Schäfer. Der Hainaer Gemeindevorstand habe dazu eine Vorlage erstellt - es soll geprüft werden, ob alle Hainaer Ortsteile in den Verband aufgenommen werden können - der Haupt- und Finanzausschuss habe dieser Vorlage zugestimmt.

Wie berichtet, hatte Gemündens Bürgermeister Frank Gleim im Gespräch mit der HNA einen Kompromissvorschlag gemacht: dass Haina der Umorganisation unter der Prämisse zustimmt, dass geprüft werde, alle Hainaer Ortsteile in den WLZV aufzunehmen. Schäfer dazu: „Die Gemeindevertretung ist frei in ihrer Entscheidung; daher ist es fehl am Platze, wenn von anderen aus einer anderen Kommune durch die Presse Empfehlungen zur Beschlussfassung gegeben werden.“

Wie das Hainaer Parlament am Donnerstagabend entschieden hat, lesen Sie heute auf www.hna.de/frankenberg und in der Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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Quelle: HNA

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