Hainas Bürgermeister rechnet mit bis zu 200 Flüchtlingen

Haina-Kloster. Bürgermeister Rudolf Backhaus rechne damit, dass die Gemeinde Haina bis Ende 2016 rund 200 Flüchtlinge unterbringen müsse.

Bei seinen Erläuterungen über die Unterbringung von Flüchtlingen in der Gemeinde Haina legte er in der Parlamentssitzung am Donnerstagabend die schriftlichen Informationen beiseite und sprach frei. Neben den vom Kreis schon angekündigten 31 Menschen, die Haina noch in diesem Jahr beherbergen muss, rechnet er mit weiteren 150 Hilfesuchenden bis Ende 2016.

Wie die Gemeinde, in der derzeit 53 Flüchtlinge leben, diese große Zahl bewerkstelligen solle, dass wisse er auch nicht. Gemeindevorstand und Ältestenrat hätten über Optionen, wie die Belegung von Dorfgemeinschaftshäusern beraten. Auch die Idee, dass eine geplante neue Halle für den Bauhof so konzipiert werde, dass darin zunächst Flüchtlinge wohnen könnten, schilderte er.

Mit diesen Möglichkeiten komme man auf 90 Plätze. Wohin mit weiteren Hilfesuchenden? „Das ist das große Rätselraten“, sagte Backhaus.

Zur Gemeindevertretersitzung waren auch zehn Bewohner des Löhlbacher Baugebiets Gaern gekommen, wo demnächst fünf mobile Wohnhäuser für bis zu 25 Flüchtlinge aufgestellt werden. Sie kritisierten am Rande der Versammlung, dass sie erst spät informiert worden seien. Das Wohngebiet sei als Standort nicht geeignet - wegen der kleinen Kinder und der Kälte in der Höhenlage.

Bürgermeister Backhaus warb bei ihnen um Verständnis. Der Standort sei aus technischen Gründen ausgewählt worden. „Es ist wie bei der Windkraft. Alle sind dafür, doch nicht vor der eigenen Haustür“, sagte er.

Er versprach den Anwohner, sie mit Informationen zu versorgen, sobald die Container kommen. „Ich kann nicht ständig über jede einzelne Idee informieren“, sagte er. Die Informationen überschlügen sich. „Was wir morgens aus dem Kreishaus hören, gilt oft nachmittags schon nicht mehr.“

Der Bürgermeister kritisierte zudem, dass Vitos Haina seine Leerstände nicht für Flüchtlinge anbiete und erläuterte, welche neuen Mitarbeiter die Verwaltung unterstützen sollen. Mehr dazu in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © dpa

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