"Hallo, Otto": Komiker eröffnet Ausstellung in Hallenberg

Otto-Fans: (von links) Eva Türke, Henriette Mause und Clara Vracorré ließen sich ihre Otto-Kappen signieren. Foto:  Battefeld

Hallenberg. Einen solch bekannten Künstler hat das Hallenberger Infozentrum „Kump“ nicht alle Tage zu Gast: Der ostfriesische Komiker Otto Waalkes hat in der Kleinstadt im benachbarten Sauerland am Samstag eine Ausstellung mit 40 seiner Kunstwerke eröffnet.

Eine große Menschenmenge, viele Ottifanten und mittendrin Otto Waalkes, der geduldig Autogramme schrieb und in unzählige Kameras lächelte: Bestens gelaunt und ohne Starallüren präsentierte sich am Samstag der aus Ostfriesland stammende Komiker Otto, als er im Hallenberger Infozentrum „Kump“ eine Ausstellung mit 40 seiner Kunstwerke eröffnete. In vielen der überwiegend humoristischen Bilder hat Waalkes seine Ottifanten eingebaut aber auch Weggefährte Udo Lindenberg wurde unter anderem porträtiert.

„Von Hallenberg habe ich bis jetzt nicht viel gewusst“, bekannte Otto, der die rund 200 Gäste mit einem fröhlichen „hollederidi“ begrüßte und gleich darauf das Publikum mit „Hallo, Hallenberg“ zum berühmten Echo „Hallo, Otto“ animierte. „Ich habe einen solchen Empfang hier gar nicht erwartet“, sagte er mit Blick auf die große Fangemeinde, die ihn bereits vor dem Kump umlagert hatte.

Er habe Anfang der 70er-Jahre in Hamburg an der Hochschule für bildende Künste ein Kunstpädagogikstudium aufgenommen, verriet der gebürtige Emdener. Er male in allen möglichen Techniken wie Acryl und Öl. Auch ostfriesischer Tee eigne sich hervorragend als Untergrund.

Hallenbergs Bürgermeister Michael Kronauge führte aus, dass sich Ostfriesen und Sauerländer angeblich sehr ähnlich seien: „Beiden wird nachgesagt, dass sie stur, langweilig und dröge seien - das stimmt aber nicht.“

„Es ist eine große Freude und eine große Ehre, dass Sie ins kleine Hallenberg gekommen sind“, betonte Kronauge. Der Kump bekomme - im zehnten Jahr seines Bestehens - damit seinen „Ritterschlag“. Der Kontakt zu Ottos Galeristen sei vor drei Jahren während eines Sylt-Urlaubs entstanden, berichtete Kronauge gegenüber der HNA. Auch dort gab es eine Otto-Ausstellung. „Wir haben Adressen ausgetauscht und ich habe ihm Bilder vom Kump geschickt.“ Nun habe es geklappt mit der Ausstellung. „Es ist eigentlich ganz einfach: Man muss die nur fragen“, sagte Kronauge. Künstler brauchten schließlich auch Orte, wo sie ausstellen könnten. „Gage bezahlen wir nicht, nur eine Übernachtung.“

Noch bis zum 7. August haben Besucher Gelegenheit, die Kunstwerke des Blödelbarden zu bewundern und auch zu kaufen - falls sie das nötige Kleingeld haben: „Die Bilder sind unbezahlbar. Ich könnte sie mir auf jeden Fall nicht leisten“, witzelte Otto, der in wenigen Tagen seinen 68. Geburtstag feiert.

Quelle: HNA

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