Burgwald/Kellerwald

Handarbeit mit viel Liebe zum Detail

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- Haina (apa).In der Christvesper an Heiligabend soll sie zum ersten Mal an ihrem neuen Platz vor der Orgel in der Winterkirche zu sehen sein: die neue Krippe. Sie wird derzeit von kreativen Haina­ern in Handarbeit angefertigt.

König Herodes sitzt auf seinem in rotes Tuch eingeschlagenen Thron und schaut skeptisch. Maria blickt friedvoll auf ihr schlafendes Kind in der Krippe, vor der ein König mit asiatischen Gesichtszügen kniet, dem seine Freude anzusehen ist. Dem blonden Verkündigungsengel jedoch ist eine Hand abhanden gekommen und vom afrikanischen König gibt es derzeit nur den Kopf. Aber noch ist nicht Weihnachten, und noch hat die Krippengilde genügend Zeit, um die Figuren in Ruhe fertigzustellen. Auf Initiative von Pfarrer Dr.Jörg Mosig basteln sechs Frauen und zwei Männer aus Haina eine neue Krippe für die Kirchengemeinde. Was für die Hainaer neu ist, ist für den Pfarrer schon fast Gewohnheit: Dasselbe hatte Mosig nämlich auch an seinen früheren Wirkungsstätten angeregt. Die Gemeinde hat zwar eine Krippe, aber die ist nach Ansicht von Mosig einfach zu klein. Die Gefahr besteht bei der neuen Krippe jedoch nicht.

Nicht nur die Gemeinde profitiert von der Aktion, auch die Teilnehmer: Durch die Zusammenarbeit sind die Helfer, die zwischen 40 und 89 Jahre alt sind, zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen, die sonst in dieser Konstellation wohl nie zusammengefunden hätte, sagt Mosig.Anfang Mai trafen sich die Mitglieder der Krippengilde zum ersten Mal, um Ideen zu sammeln. Denn niemand von den Beteiligten hat jemals etwas Ähnliches gemacht.

Nur die beiden Männer, Bernard Seitz und Stefan Kichler, sind erfahrene Bastler. Sie kümmern sich um den Bau von Stall, Krippe und Heuraufe, Ihre Erfahrung ist sehr willkommen in der Runde – gilt es doch, einen 1,40 Meter breiten und fast einen Meter hohen Stall zu bauen. Doch vor allem die zehn Figuren sowie Schafe, Ochse und Esel stellten die Frauen vor eine ungeahnte Aufgabe. Sie hatten kein Muster, keine Anleitung, keine Vorlage. Deshalb setzten sich die Mitglieder der Krippengilde erst einmal zusammen und überlegten, wie die Figuren aussehen und aus welchem Material sie entstehen sollten. Nach und nach entwickelte die Gilde ein Konzept.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Mittwoch, 30. November

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