Zusammenhalt, Humor und kreative Ideen

Handwerk und Brauchtum bei Rosenthaler Jubiläumsfest

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Seltenes Hobby: Sascha Raukamp vom Heimatverein Laisa webte Geschirrtücher aus Leinen.

Rosenthal. Die Stadt Rosenthal hat am Wochenende ausgiebig ihren 675. Geburtstag gefeiert.

Gemeinschaftssinn in seiner schönsten Form: Beim stehenden Festzug, dem Höhepunkt der Festveranstaltungen zur 675-Jahr-Feier der Stadt, zeigten die Rosenthaler noch einmal ihren verlässlichen Zusammenhalt und präsentierten den Besuchern einen wunderschönen Tag voller kreativer Ideen, Humor und fröhlicher Geselligkeit.

Schon Tage vor dem großen Ereignis war die Altstadt bis in den letzten Winkel geputzt und hergerichtet worden. Bald jeder Hof und jedes freie Plätzchen erhielt für den großen Tag seine Aufgabe - insgesamt konnten sich die Gäste an 78 Ständen ergötzen. Dazu gab es Non-Stop-Programm auf zwei Bühnen, gestaltet von heimischen und befreundeten Musik- und Tanzgruppen.

Bürgermeister Hans Waßmuth begrüßte die Besucher aus Nah und Fern, dazu zahlreiche Ehrengäste. „Ich wünsche mir, dass alle den heutigen Tag so richtig genießen können“, sagte er und bedankte sich für die umfangreiche Unterstützung bei der Vorbereitung.

Grußworte und Glückwünsche formulierten Hannelore Behle in Vertretung der Kreisgremien, die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg und Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch im Namen seiner Amtskollegen.

„Heut’ ist so ein schöner Tag“, sangen die „Pustinetten“ der Rosenthaler Kita, während die Ehrengäste, ausgestattet mit appetitlichen Obstspießen, mit Bürgermeister Waßmuth schon mal eine Runde drehten. Zu schauen gab es viel, zum Beispiel historische Motorräder. Über ganze zwei PS verfügte das älteste Modell, ein Exemplar der Firma Göricke aus dem Jahr 1921.

Stehender Festzug "675 Jahre Rosenthal"

Sehr attraktiv vor allem für die Männer, waren die Oldtimertraktoren. Unermüdlich führte Werner Schäfer vor, wie ein Lanz Bulldog von 1936 mittels einer Lötlampe vorgeglüht und dann mit dem Lenkrad „angeschmissen“ wurde.

Ein „Nostalgiecafé“ hatte der Rosenthaler Landfrauenverein gestaltet. Dazu gehörten neben dem leckeren Kuchenangebot ein verschnörkelter Küchenschrank mit Sammeltassen, einer alten Kaffeemühle und Einweckgläsern. „Wir haben alles rangeschafft, was sich auf den Dachböden angesammelt hat“, sagte Anita Noll zu den antiken Fundstücken.

Historische Ackerwagen, eine Nähmaschine und unförmige Wäschestücke auf der Leine von anno dazumal vervollständigten den Blick in die Vergangenheit. Außerdem wurden modernes Kunsthandwerk, Dekoartikel und hübsche Gebrauchsgegenstände angeboten.

Die Kinder hatten ihren Spaß am Springen in ein Weizenbad, und viele lokale Vereine nutzten die Gelegenheit, um ihre Arbeit zu präsentieren. Appetit machte das kulinarische Angebot, unter anderem die so genannten Rosent(h)aler: flache Frikadellen im Brötchen. (zmm)

Quelle: HNA

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