Handwerk wirbt gezielt um junge Migranten

+

Waldeck-Frankenberg. Die Handwerkskammer Kassel hat für junge Leute mit Migrationshintergrund eine Servicestelle eingerichtet - auch für Jugendliche und Eltern aus Waldeck-Frankenberg.

Die Handwerkskammer Kassel will gezielt Jugendliche mit ausländischen Wurzeln für die duale Ausbildung gewinnen. Auch Asylbewerber und Flüchtlinge sollen geworben werden. Für Jugendliche und junge Erwachsene mit Migrationshintergrund und deren Eltern sowie für Unternehmer ausländischer Herkunft gibt es deshalb jetzt neue Ansprechpartner: die Kausa-Servicestelle. Dahinter verbirgt sich die sperrige Bezeichnung „Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration“.

Hintergrund der Initiative ist der Nachwuchsmangel infolge der demografischen Entwicklung. Viele Unternehmen, nicht nur aus dem Handwerk, suchen händeringend nach Auszubildenden. Kammerpräsident Heinrich Gringel appellierte an alle Beteiligten, nicht nur über das Problem zu reden, sondern es aktiv anzugehen. Das Handwerk biete große Karrierechancen. „Kommen Sie zu uns, Sie werden es nicht bereuen“, warb er um junge Menschen.

Geleitet wird die maßgeblich vom Bundesbildungsministerium finanzierte Anlaufstelle von Cornelia Mündel-Wirz. Ihr zur Seite stehen die Berater Nergis Yilmaz und Mahmut Eryilmaz. Sie sind unter 0173/32 88 948 und 0173/32 88 947 sowie nergis.yilmaz@hwk-kassel.de und mahmut.eryilmaz@hwk-kassel.de zu erreichen.

Waldeck-Frankenberger Jugendliche mit Migrationshintergrund und deren Eltern könnten sich an die neue Koordinierungsstelle, aber weiterhin auch direkt an die Kreishandwerkerschaft in Korbach und Frankenberg wenden, betonte Hauptgeschäftsführer Gerhard Brühl. Man werde die beiden Berater einladen, um sie zum Beispiel den Lehrlingswarten vorzustellen. Eine eigene Koordinierungsstelle werde es im Kreis aber nicht geben. Die Integration von jungen Migranten könne nur in den Betrieben gelingen, meinte Brühl. „Wir können nur helfen.“

Quelle: HNA

Kommentare