Handwerker sollen helfen, Flüchtlingsunterkünfte in Frankenau zu bauen

Auch eine mögliche Alternative: Eines der Krollschen Häuser, das in Frankenau in der Frebershäuser Straße steht, könnte eine Unterkunft für Flüchtlinge werden. Foto: Schelberg

Frankenau. 29 Flüchtlinge beherbergt Frankenau derzeit. Bis Ende dieses Jahres soll die Kellerwaldstadt noch 26 weitere Flüchtlinge zugewiesen bekommen.

Um diese menschenwürdig unterbringen zu können, sind schnelle Lösungen gefragt.

Das weiß allen voran der Magistrat, der in Frankenau momentan alle Möglichkeiten prüft und dabei auch gezielt bei heimischen Handwerksunternehmen um Unterstützung bittet.

„Wir haben konkret Firmen gefragt: Habt ihr Möglichkeiten und auch Kapazitäten frei, Notunterkünfte wie beispielsweise einfache Ferienhäuser oder andere Objekte zu bauen, die zum Beispiel in Holzständerbauweise errichtet werden können?“, berichtet Bürgermeister Björn Brede (SPD).

Die Notunterkünfte, so die Überlegung, könnten dann von der Stadt Frankenau gekauft oder angemietet und auf städtischen Grundstücken aufgestellt werden. Eine Kostenerstattung durch das Land über den Kreis soll in diesem Zusammenhang geprüft werden.

Eine Beteiligung an der landkreisweiten Container-Bestellung (siehe Seite 3 in der heutigen Ausgabe) ist in Frankenau derzeit also nicht geplant. Man will zunächst die Reaktion der heimischen Firmen abwarten. Hinzu kommt: Die Stadt prüft noch weitere Möglichkeiten, um Flüchtlinge unterzubringen.

„Der Besitzer der Wesemühle hat seine Bereitschaft zur Vermietung signalisiert. Die Wesemühle könnte dann eine Gruppenunterkunft für Flüchtlinge werden. Die Zuständigkeit bei Gruppenunterkünften liegt allerdings beim Landkreis Waldeck-Frankenberg, so dass wir diesem die Möglichkeit und die Kontaktdaten mitgeteilt haben“, sagt Brede. „Im Bedarfsfall würden wir auch mit dem städtischen Minibus für Pendelfahrten von der Wesemühle zur Kernstadt sorgen.“

Björn Brede betont zudem, dass auch die Ortsvorsteher stärker in ihren Frankenauer Stadtteilen nach Wohnraum Ausschau halten werden, da man in der Kernstadt mittlerweile an Grenzen gestoßen sei. „Bis heute haben wir alle Flüchtlinge in der Kernstadt untergebracht“, so Brede.

Krollsches Haus im Blick 

Der Bürgermeister berichtet weiter, dass die Stadt Frankenau auch daran interessiert ist, ein Gebäude des Landes Hessen zu erwerben, um darin Flüchtlinge unterzubringen. „Es handelt sich um eines der Krollschen Häuser in der Frebershäuser Straße.“ Man habe Kaufinteresse signalisiert und warte nun auf eine positive Antwort.

Sollten alle angestrebten Lösungen erfolglos bleiben, wolle sich Frankenau - sollte es noch einmal eine landkreisweite Container-Bestellung geben - gegebenenfalls an einer solchen beteiligen.  

Was der Landkreis zu dem Plan sagt, in der Wesemühle Flüchtlinge unterzubringen, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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Quelle: HNA

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