Hans Papenfuß stellte im Kreis-Heimatmuseum Graffiti-Dokumentation vor

Dokumente für Straßenkunst: Mit vielen Fotos dokumentierte im Kreis-Heimatmuseum Hans Papenfuß besonders solche Graffiti, die in Frankenberg auf dafür genehmigten, öffentlichen Flächen angefertigt worden sind. Foto: Völker

Frankenberg. Etwa 800 Fotos hat Hans Papenfuß im vergangenen Jahr aufgenommen, um die vorhandene Graffiti-Szene zwischen Vandalismus und Pop-Kunst in Frankenberg zu dokumentieren. Dafür schoss der Mitarbeiter des Kreis-Heimatmuseum Bilder im Stadtbild, an Unterführungen und Straßenbrücken.

In der Museums-Reihe „Luege her“, „Schau hin“, stellte er seine Ergebnisse und die kritische Auseinandersetzung mit den kontrovers diskutierten, zeittypischen Formen dieser Subkultur vor.

Deutlich betonte Papenfuß zu Beginn seines Vortrags die Illegalität der anonymen, ohne Genehmigung gesprühten Bilder und Schriften. Er habe sich auch keine Mühe gegeben, in Frankenberg mit Graffiti-“Taggern“ in Kontakt zu treten oder ihre Identität zu ermitteln. Viele der hier vorgefundenen Kleinstadt-Graffiti und „Tags“ (Schriftzüge) seien allerdings auch überregional nachweisbar. Vorwiegend öffentliche Flächen und kaum Privathäuser seien bisher in Frankenberg beschmiert worden, habe er beobachtet.

Wenn man die Schriftzüge, Zeichen und Bilder auf den Betonwänden, die ja beim Vorübergehen oder -fahren kaum wahrgenommen würden, genauer betrachte, seien eine Fülle von Techniken, Zeichen, Verschlüsselungen, politischen Symbolen und Sätzen der Fußball-Ultras zu entdecken. Aber auch religiöse Äußerungen finde man laut Hans Papenfuß und natürlich immer wieder Liebesbeteuerungen - was früher einmal in Baumrinde geritzt worden sei. (zve)

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Quelle: HNA

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