Battenberg

Hans Schneider wandert in Japan

- Battenberg (ied). Zur Zeit der Kirschblüte hat Hans Schneider bei einer Wandertour die Schönheiten der Natur bewundert.

In der Nähe der im Süden liegenden alten Kaiserstadt Nara wanderte er durch die Yoshino-Berge, wo er mehr als 100 000 blühende Kirschbäume bewunderte und zusammen mit Japanern an den Hanami-Feiern teilnahm. Hanami bedeutet „Blüten betrachten“.

Nicht weniger schön war es für den Battenberger, die herrliche Blütenpracht im Gebiet um Kyoto und im Ueno-Park in Tokyo zu Fuß zu erleben. Schneider stellte fest, dass sich das ganze Land mit seinem liebenswerten Menschen vorübergehend in einer Art „Hanami-Traumzustand“ befindet.

Die meisten Kirschbäume in Japan sind reine Ziersträucher und tragen keine Früchte. Wenn die Winterkälte dem Frühling weicht, überdecken im April die Blüten der Sakura-Kirschbäume das ganze Land mit einem rosa - weißen Schleier aus Blütenblättern. Besondere Kirschblütenfans reisen dem Blütenmeer von Süden nach Norden hinterher. Japaner sagen, am schönsten seien die Kirschblüten, wenn die verblühenden Sakura ihre tränenförmigen Blütenblätter verlieren und diese elegant zu Boden segeln.

Für viele Japaner symbolisieren die blühenden Kirschbäume menschliches Leben und Vergänglichkeit. Auf jeden Fall sind die Blüten ein Zeichen für den Frühling und da im April für Firmen und Schulen das neue Jahr einsetzt, kann dieser Frühlingsanfang in vielerlei Hinsicht auch als eine Zeit des Neuanfangs verstanden werden.

Sobald die Sakura-Bäume blühen, ist es Brauch, „Hanami“ zu feiern. Unter den blühenden Bäumen finden sich Familien, Freunde, Arbeitskollegen zusammen, um gemeinsam zu picknicken, zu trinken, zu musizieren, zu singen und gemeinsam diese besondere Zeit zu verbringen. In manchem Stellen werden für diese spätem Hanami-Treffen die Bäume sogar angestrahlt. An beliebten Plätzen ist es in dieser Zeit überhaupt schwierig, ein freies Plätzchen zu finden.

Besonders eindrucksvoll lässt sich die Zeit der Kirschblüte erleben, wenn man die jeweiligen Regionen durchwandert. „Das Wandern erfreut sich in Japan einer großen Beliebtheit“, stellte Schneider fest. Die japanischen Wanderer selbst seien überaus freundlich und hilfsbereit, gut gekleidet und hervorragend ausgerüstet. Die Wege sind eindeutig gekennzeichnet und werden von den regionalen Tourismusämtern gepflegt.

Die Wanderkarten sind übersichtlich gestaltet und weisen neben den jeweiligen Entfernungen auf die zu erwartende Wanderzeit in Minuten hin. Wegkreuzungen und Gabelungen werden durch Detaildarstellungen übersichtlich dargestellt.

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