Hans-Viessmann-Schule und IHK: Extra-Ausbildung, um junge Menschen in der Region zu halten

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Gemeinsame Perspektive: (von links) Kurt Naumann, Walter Ruß und Carsten Placht unterzeichneten die Kooperationsverträge zwischen der Hans-Viessmann-Schule und der IHK.

Frankenberg. Sonderschichten im Morgengrauen: Für 38 Auszubildende der Frankenberger Hans-Viessmann-Schule begann der heutige Samstag schon um 7.15 Uhr. Die kleine Gruppe wird nun regelmäßig auch am Wochenende die Berufs-Schulbank drücken, während ein Großteil der Mitschüler noch in den warmen Federn liegt.

Der Grund: Die 38 Azubis nehmen an dem neuen Kooperationsprojekt der Berufsschule und der Industrie- und Handelskammer Marburg-Kassel (IHK) teil. Parallel zu ihrer Ausbildung bekommen sie ab sofort eine Zusatzausbildung im Bereich Umwelt- und Qualitätsmanagement.

Das heißt: Im besten Fall kennen sich die Berufsschüler nach drei Ausbildungsjahren in der Qualitätsprüfung aus und können zum Beispiel beurteilen, ob die Arbeitsprozesse, Umweltschutztechniken und Produkte ihrer Betriebe den Anforderungen des Marktes entsprechen. Azubis, die das Programm erfolgreich durchlaufen, bekommen ein IHK-Zertifikat.

Das Projekt läuft unter dem Namen Fabian, der Kurzform für „Fachkräfte binden durch Ausbildung in nachhaltigen Managementtechniken“. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie dem Bundesinstitut für Berufsforschung. 250 000 Euro gab der Bund für das Projekt, das auf drei Jahre angelegt ist.

Bei der Unterzeichnung der Kooperationsverträge am Freitag sagte Schulleiter Carsten Placht, dass es gerade in Zeiten des demografischen Wandels wichtig sei, junge Leute, die hier ausgebildet werden, auch im Landkreis zu halten.

Aus diesem Grund läuft das Projekt Fabian in Zusammenarbeit mit 32 regionalen Ausbildungsbetrieben. Das Ziel jedes Azubis wird es sein, nach drei Jahren eine Ökobilanz für einen mittelgroßen Betrieb zu erstellen.

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Von Jan Schumann

Quelle: HNA

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