Allendorf / Hardtberg

Hardtberg läuft bei der „Schützendisco“ heiß

- Allendorf/Hardtberg (schä). Mit einer Fete für die Schützen des Kreises und die Jugend der Nachbarschaft hat der Schützenverein Allendorf/Hardtberg den Startschuss fürs größte Schützenfest im Frankenberger Land gegeben.

Die Schützen haben ihre Aufgabe als Gastgeber des Kreisschützenfestes zu mehr als 100 Prozent ausgefüllt. Dessen durften sich die Hardtberger schon nach der ersten Hälfte des größten heimischen Schützenfestes sicher sein: Die Mischung aus traditionellem Fest und einem Programm für Jung und Alt kam bereits am Freitag und Samstag sehr gut an bei den Besuchern. Tanzfläche gefüllt An der Theke gab es kein Durchkommen, und die Tanzfläche war stets gefüllt: Das Fest bewies, dass es längst nicht nur für Schützen taugt, und im Festzelt gab es bei prächtiger Stimmung ein launiges Bild: Die ungarische Band „Donau Power“ spielte „Böhse Onkelz“, die Vorsitzende rockte mit dem Schirmherrn Dr. Reinhard Kubat, und der vom „Prinzgemahl“ der Schützenkönigin rasch zum „Festferkel“ aufgestiegene Manuel S. sang von ganz oben auf der Tanzbodenbegrenzung alles mit, was die erstklassige Festkapelle „Donau Power“ spielte. Und die ungarischen Musikprofis spielten bei nur wenigen Pausen wirklich alles, wozu der Körper in Wallung gerät – von der „Schützenliesel“ bis zu Hardrock von „AC/DC“. 20 Gastvereine, darunter vier Schützenvereine und viele Sportvereine und andere Clubs aus der Nachbarschaft, waren der Einladung nach Allendorf gefolgt, sie wussten offenbar, dass es sich am Hardtberg gut feiern lässt. Ein Schützenfest mit so vielen jungen Besuchern hat es nicht immer gegeben. So war das Schützenfest zum Auftakt ebenso Schützendisco wie traditionelles Fest. Auch das Kreiskönigspaar Andreas Pauli und Svenja Grötecke aus Rennertehausen sowie Allendorfs Schützenkönigin Nadja Knoche und Begleiter Manuel Seitz fühlten sich wohl bei „ihrem“ Schützenfest. Schon zu Beginn kam Stimmung auf, denn die Vorsitzende Elvira Heinrichs begrüßte die Gäste – begleitet von Ehemann Ralf an der Gitarre – singend zum „Fest der Feste“ der Frankenberger Schützen: „So ein Fest, das macht viel Arbeit, das wissen alle Leut; wir haben weder Mühe noch Unkosten gescheut“, trällerte die Schützen-Chefin vor dem Refrain „So ein Tag...“ Was sie sang, konnten die Festbesucher im Zelt erleben, nicht nur bei der Musik. Die Allendorfer luden zu leckeren Drinks in die „Kaktus-Bar“ ein und hatten eine sommerlich-farbenfrohe Dekoration mit viel Liebe zum Detail vorbereitet – Kreisschützenmeister Wolfgang Lomp taufte das Festzelt kurzerhand in einen „Festsalon“ um. Auch der Frankenauer Bürgermeister Dr. Reinhardt Kubat genoss das Fast sichtbar, er lobte die Allendorfer für ihre vorbildliche Gastgeberrolle. Es sei bemerkenswert, wie der Verein des kleinen Stadtteils die große Menge an Verantwortung geschultert habe, sagte er als Schirmherr des Festes. Lomp und Kubat gratulierten anschließend 20 verdienten Mitgliedern der Allendorfer Schützen, die für ihr Engagement und die Treue zum Verein geehrt wurden. Für 25-jährige Mitgliedschaft erhielten Katja Wilke, Claudia Ruckert, Jutta Bethke, Armin Peter, Harald Schäfer und Klaus Dersch die Treuenadel des Deutschen Schützenbundes DSB in Silber. Für 40-jährige Treue ging die Version in Gold an Heinz und Günther Seitz. Bereits seit 50 Jahren unterstützen Heinrich Mütze, Heinz Prinz, Willi Berg, Konrad Michel, Friedhelm Jäger und Walter Dippel den Verein. Dafür gab es einen dicken Applaus und die DSB-Nadel in Gold. Der Gastgeber zeichnete zudem vier Mitglieder aus, die sich im Vorstand und bei der Vereinsarbeit generell verdient gemacht haben. Nadine und Nadja Knoche, Klaus Wilke und Ralf Heinrichs erhielten die Vereinsehrennadel in Bronze. Begonnen hatte das Kreisschützenfest am Freitagabend mit der ebenfalls gut besuchten „Hardtberg-Party“ mit Livemusik der Band „Nigthline“ und einigen „Specials“ – neben einer Verlosung gab es auch einen besonderen Stargast: Mario Teusch. Der laut Dieter Bohlen „talentfreie“ Superstar-Bewerber mischte sich gegen 23 Uhr mehr oder weniger unauffällig unter die Besucher und gab sich dabei volksnah. Einige Digitalkameras klickten, um ein Erinnerungsfoto mit Teusch zu schießen. Der bewies bei seinen Gesangseinlagen anschließend seine Talentfreiheit, brachte aber mit „Anita“, „Moviestar“, seiner neuen Sing­le „Palma – Sonne, Sand und Strand“ und anderen Gassenhauern dennoch Stimmung auf die gefüllte Tanzfläche. Auch am Sonntag war das Festzelt am oberen Ende der Hardtbergstraße wieder voll besetzt. Da stand das Fest ganz im Zeichen der Schützen, die mit 25 Vereinen aus dem Kreis Frankenberg teilnahmen. Der bunte Festzug durch das Dorf gab ein prächtiges Bild ab.

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