Frankenberg

Hartmut Stremme neuer Chef im Förderverein der Stiftung St. Elisabeth

- Frankenberg (schä). Der Rodaer Hartmut Stremme übernimmt den Vorsitz beim Förderverein der Sitftung St. Elisabeth von Heiner Wittekindt. Unter ihm als neuem Chef sollen mehrere bereits geplante Projeke umgesetzt werden

Spätestens zum Sommerfest soll man ihn in Augen- und Nasenschein nehmen können, den Sinnesgarten am Altenzentrum St. Elisabeth auf der Burg. Die Mitglieder des Fördervereins stimmten am Mittwochabend dem Bau einstimmig zu.

Der Verein zur Förderung der diakonischen Arbeit in der Stiftung Hospital St. Elisabeth – so der offizielle Name – wird auch in diesem Jahr seinen Beitrag leisten, um den Betreuungsstandard im Altenzentrum auf der Burg weiter zu verbessern. In der Mitgliederversammlung am Mittwoch wurden die Projekte für 2010 auf den Weg gebracht.

Stiftungsleiter Volker Czerwinski hatte dazu seine „Hausaufgaben“ bereits erledigt. Er legte den Mitgliedern das Konzept für den geplanten Sinnesgarten vor, der rund um den Nebeneingang des Gebäudes entstehen soll. Czerwinski erläuterte, dass der Sinnesgarten in der Hauptsache der Betreuung von Demenzkranken diene. „Im Mittelpunkt steht, Kräuter zu sehen, zu fühlen und vor allem zu riechen“, so Czerwinski. Außerdem sei der Garten als Ruhebereich gedacht.

Ziel der Stiftungsleitung ist es, dass Bewohner Aufgaben wie etwa die Bewirtschaftung des Gartens übernehmen können. Insgesamt 14000 Euro soll das Anlegen des „Kräuter- und Duftgartens“ kosten. 10000 Euro erhält die Stiftung vom Landeskirchenamt. Die übrigen 4000 Euro steuert der Förderverein bei. Dazu gaben die Mitglieder in der Versammlung ihr einstimmiges Votum.

Ebenso einstimmig beschlossen sie die Anschaffung eines sogenannten mobilen Sinnesgartens. Der mobile Wagen enthält ebenfalls viele Elemente, die die Wahrnehmung und die Sinne fördern – zum Beispiel auch Denkspiele – und soll bei den bettlägerigen Demenzkranken eingesetzt werden. Auch die 2500 Euro für den rollenden Sinnesgarten samt Ausstattung bringt der Förderverein auf. Wohlwollend aufgenommen wurde der Vorschlag, dass der Heimbeirat hinzugezogen werden soll, wenn beratschlagt wird, mit welchen Utensilien der mobile Wagen bestückt wird. Czerwinski führte aus, dass somit weiterhin viel für Demenzkranke unternommen werde im Altenzentrum. Er erinnerte daran, dass 2009 2,5 Stellen zusätzlich für die Dementen-Betreuung geschaffen wurden

„Wichtig ist, dass sich alles um die Menschen dreht und nicht nur um die Finanzen“, hatte zuvor Heiner Wittekindt gesagt, der zu Beginn der Versammlung die Arbeit des Fördervereins in Verbindung mit dem Leitbild des diakonischen Denkens vorgestellt und dabei auch auf das bisherige Engagement zurückgeblickt. So sei beispielsweise der Raum, in dem die Versammlung stattfand, mit Hilfe des Fördervereins neu eingerichtet worden – unter anderem durch altersgerechte Stühle und neue Gardinen. 3800 Euro stellte der Förderverein, der aktuell 58 Mitglieder zählt, dafür zur Verfügung. Der Raum, der zum Beispiel zur Gymnastik oder für (Vor-)Leseprojekte genutzt wird und bei dessen Gestaltung die Bewohner mitgewirkt haben, werde gut angenommen, fügte Czerwinski hinzu.

Für die nahe Zukunft sind ebenfalls schon Projekt ins Auge gefasst worden. Als Beispiele und Anregungen wurden Veränderungen im Andachtsraum und ein neuer Anstrich fürs Treppenhaus genannt. Diese neuen Projekte werden dann nicht mehr unter Führung von Heiner Wittekindt, sondern von Hartmut Stremme stehen. Wittekindt, der die Leitung des Frankenberger Heimatmuseums übernommen hat, zog sich „aus Arbeitsgründen“ aus dem Vorstand zurück. Zum neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung den bekannten Architekten Stremme.

„Er hängt mit Herzblut an diesem Haus“, ließ Volker Czerwinski von Stremme ausrichten. Der Rodaer konnte krankheitsbedingt an der Versammlung nicht teilnehmen, hatte aber im Vorfeld seine Kandidatur bekräftigt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Pfarrer Horst Schiffner, der ebenso einstimmig wiedergewählt wurde wie Susanne Sakowski, die für die Kasse zuständig ist, und Gisela Altenhein als Schriftführerin. Kraft Amtes gehören zudem Denkanin Ute Zöllner als Vorstandsvorsitzende sowie Volker Czerwinski als Leiter der Stiftung St. Elisabeth dem Vorstand an.

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