Hatzfelder engagieren sich seit 1844 für Kinder im Ort

Damals war die Aktion noch neu: Diese Hatzfelder Schüler bekamen 1958 die ersten Schultüten des Kinderfreundevereins. Repro:  Kiesant

Hatzfeld. Angefangen hat alles 1844: Wohlhabende Hatzfelder Handwerksmeister und Kaufleute taten sich zusammen, um den ärmeren Kindern des Ortes ein Mal im Jahr mit Süßigkeiten und Brezeln eine Freude zu machen.

Im selben Jahr wurde der Kinderfreundeverein gegründet, und aus dem Tag für die Kinder ist mittlerweile ein viertägiges Fest geworden. An diesem Wochenende – immer rund um den ersten Sonntag im Juli – feiern die Hatzfelder wieder ihr Kinderfest. Und die Brezeln werden noch immer verteilt.

„Das erste Kinderfest 1844 wurde dort gefeiert, wo heute der Edeka in Hatzfeld steht“, erzählt Gerd-Erich Stark, der lange Jahre Vorsitzender war. Danach gab es das Fest mit einigen Ausnahmen – Weltkriege und Weltwirtschaftskrise – jedes Jahr. Das erste Kinderfest nach dem Krieg fand 1950 statt. „Die Amerikaner hatten es vorher nicht erlaubt.“

In einem Zeitungsartikel hieß es damals: „Das Hatzfelder Kinderfest, entstanden in der Not, fortgeführt durch 100 Jahre, wiedererstanden nach Jahren furchtbarer Schrecken, möge weiter bestehen Jahr für Jahr zur Pflege der Verbundenheit der Hatzfelder aus nah und fern, daß es das Heimatgefühl wecke und stärke und den Heimatlosen die Einfühlung in die neue Heimat leichter mache.“

Damals wurde drei Tage lang gefeiert, durch den Jugendclub kam in den 80ern der vierte Tag dazu. Und nach wie vor soll das Kinderfest ein Fest nicht nur für Kinder, sondern für alle Hatzfelder und ihre Nachbarn sein. „Woanders wird Schützenfest gefeiert, wir feiern Kinderfest. Das ist sozusagen die Hatzfelder Kirmes“, sagt Gerd-Erich Stark.

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Quelle: HNA

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