Hatzfeld

Hatzfelder Ortsdurchfahrt ist dicht

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- Hatzfeld (da). Wer zwischen dem oberen Edertal und dem Wittgensteiner Land pendelt, hat derzeit wenig zu lachen: Die Ortslage in Hatzfeld ist seit der vergangenen Woche voll gesperrt. Die Umleitung in Richtung Bad Berleburg führt über die Landes­straße 553 – doch auch dort wird bald gebaut.

Die Erneuerung der Edertalstraße in Hatzfeld ist unumgänglich, Kanalrohre und Wasserleitungen müssen ausgetauscht werden. Bislang ist die Ederbrücke in Hatzfeld halbseitig geöffnet, bis zur Einmündung der Mittelstraße ist die Baustelle eingerichtet. Auf einer Länge von 800 Metern werden Kanalrohre und Wasserleitungen ausgetauscht, zugleich soll der Straßenbelag für höhere Belastungen ausgelegt werden. Anlieger – als solche zählen auch Kunden der Geschäfte – können die Baustelle durch die engen Gassen der Altstadt umfahren. So sind zumindest der Supermarkt, der von vielen Kunden aus dem Wittgensteiner Land angefahren wird, und die anderen Läden auf der Südseite Hatzfelds erreichbar. Bürgermeister Uwe Ermisch appelliert, umsichtig und defensiv zu fahren. Wer kein Anlieger ist, muss die Umleitungen nutzen.

Lastwagenfahrer haben hingegen keine Chance, durch Hatzfeld zu kommen. Die Schilder sind eindeutig und unübersehbar: Das Burgstädtchen ist für Brummis eine Sackgasse. Dennoch versuchen viele Fahrer ihr Glück, vertrauen dem Navigationsgerät – und müssen in Hatzfeld mühevoll wenden. „Heute Morgen stand wieder einer auf der Ederbrücke und kam kaum vor und zurück“, berichtete Bürgermeister Ermisch auf FZ-Anfrage. „Die Sperrschilder werden ignoriert.“

Die Arbeiten sind in mehrere Abschnitte unterteilt, damit Anlieger die jeweiligen Baustellen umfahren können. Ein Ende der Behinderungen ist vorerst nicht in Sicht: Voraussichtlich bis zum 28. Oktober ist die Ortsdurchfahrt nördlich der Eder eine Baustelle – im nächsten Jahr werden die Arbeiten auf der anderen Seite des Flusses fortgesetzt. Kritik an den Bauarbeiten gebe es, sagte Uwe Ermisch. Doch: „Es geht nicht anders.“ Schließlich gebe es keine andere Möglichkeit, die Rohre unter die Erde zu bringen. Eine halbseitige Sperrung komme nicht infrage, weil die Straße zu schmal sei.

Betroffen von der Baustelle sind vor allem die Geschäfte entlang der Straße – die Kunden bleiben weg. „Uns fehlt der Durchgangsverkehr, es ist total ruhig“, sagt Henrik Eckhardt von der Bäckerei Eckhardt. Allerdings treffe das den Betrieb nicht so hart wie andere ansässige Einzelhändler, weil ein Großteil des Umsatzes in den Filialen gemacht werde.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 1. April

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