Burgwald

Hausgemeinschaften für Senioren

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- Rosenthal (jj). Die Fläche für Wohnprojekt des St.-Elisabeth-Vereins in Rosenthal wird geräumt.Vom ehemaligen Sägewerk in der Willershäuser Straße/Ecke Fischbachtalstraße in Rosenthal ist nicht mehr viel übrig.

Auf dem Gelände wird seit einigen Tagen kräftig gearbeitet, die ursprünglichen Gebäude werden zerlegt. Ab Herbst dieses Jahres soll dort ein kleinteiliges Pflegeheim mit drei Hausgemeinschaften für jeweils elf Bewohner entstehen. Grundsteinlegung soll im August dieses Jahres sein, Erstbezug vor Weihnachten 2012. Der zukünftige Betreiber, der Sankt-Elisabeth-Verein aus Marburg, hat konkrete Pläne für den Bau. Die bei einer Bürgerversammlung im März von den Bürgern Rosenthals angesprochenen Hinweise seien in den vergangenen Wochen bei den fortlaufenden Planungen berücksichtigt worden, teilt der Verein mit.

Mit Bürgermeister Hans Waßmuth und Kommunalpolitikern hatten sich mehr als 100 Interessenten über die Pläne informiert und ihre Anregungen dazu gegeben. Beispielsweise war damals die geplante Außenfassade von vielen Rosenthalern kritisiert worden, auch Anregungen zu den Zimmern wurden geäußert. Ernst Boltner, Geschäftsbereichsleiter der Altenhilfe im Sankt-Elisabeth-Verein, ist es wichtig, das Heim so weit wie möglich nach den Wünschen der Rosenthaler zu bauen und auch die Innenausstattung später mit ihnen gemeinsam auszusuchen. Viele Anregungen habe der Rosenthaler Architekt Holger Winter deshalb in die neuen Pläne umgesetzt, die nun in der Stadtverwaltung Rosenthal ausliegen und dort für alle Interessenten einsehbar sind.

„Um den Schritt vom eigenen Zuhause ins Heim möglichst sanft zu gestalten, sollte der neue Alltag in den Hausgemeinschaften dem normalen Leben in einer Familie ähneln“, betont Boltner. Der Sankt-Elisabeth-Verein habe in Wetter und Sterzhausen gute Erfahrungen mit dem Konzept „Hausgemeinschaften“ gesammelt, deshalb ist dieses Konzept auch für Rosenthal vorgesehen. Geplant sind drei Hausgemeinschaften für insgesamt 33 Bewohner.

Eine Hausgemeinschaft besteht aus elf Menschen in Einzelzimmern mit jeweils behindertengerechtem eigenen Bad plus Toilette, dazu gibt es eine große Wohnküche mit Terrasse oder Balkon. Ein Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschine und Trockner, Lagerräume, ein Raum für Fußpflege und Friseur und ein Werkraum für Hobby-Handwerker gehörten zur weiteren Ausstattung. Geheizt werde primär mit Erdwärme.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 2.Juli

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