Battenberg

Heimatverein droht das Ende

- Battenberg (ph). Frank Röbert hat in der Jahreshauptversammlung des Heimat- und Kulturvereins Battenberg seinen Rücktritt als Vorsitzender erklärt. In der Zusammenkunft am Freitagabend gab es keinen Wahlvorschlag für einen neuen Vorstand. Nun droht die Vereinsauflösung bis zum Jahresende 2010.

Die nächste außerordentliche Mitgliederversammlung findet am Freitag, 6. August, um 19 Uhr im alten Rathaus statt. Röbert kandidierte nicht mehr für eine Wiederwahl zum Vorsitzenden. Er hatte diese Entscheidung bereits in der Jahreshauptversammlung 2009 mitgeteilt. Das geringe Mitglieder-Interesse, die Altersstruktur der Helfer, die zu geringe Aktiven-Zahl und die ungünstige Zukunftsperspektive hätten ihn zum Rücktritt veranlasst. Battenbergs ehemaliger Bürgermeister Lutz Klein, der auch als Museumshelfer beim Heimat- und Kulturverein im Einsatz ist, erklärte, dass es doch gelingen müsse, aus den 111 Vereinsmitgliedern einen Vorstand zu bilden. Klein unterstrich die Bedeutung des Stadtmuseums und erinnerte an den großen zeitlichen und finanziellen Aufwand für diese Einrichtung. Wenn kein neuer Vorstand gewählt wird, will Frank Röbert satzungsgemäß die Auflösung des Vereins beantragen. Darüber wird in der Mitgliederversammlung im August abgestimmt. Denkbar ist, dass die Betreuung des Stadtmuseums in die Verantwortung der Stadt Battenberg gegeben wird. Die beiden Sparten Bergbau und Ententeich würden neue eigenständige Vereine. Im Tätigkeitsbericht hielt Vorsitzender Röbert einen Rückblick auf die Arbeit des Heimat- und Kulturvereins im vergangenen Jahr. Er erinnerte an das „Keltenfeuer“ auf dem Eisenberg und an die Vorträge im alten Rathaus. Ein Höhepunkt war die Eröffnung der neuen Abteilungen „Bergbau“ und „Motorradrennen“ im Stadtmuseum. Weil das Besucher-Interesse nachließ, wurde das Museum vorzeitig am 1. November geschlossen. Zum neuen Saisonstart wurde eine neue Vitrine über Forstmeister Frevert präsentiert. Über die Abteilungen berichteten die Spartenleiter Dietmar Weber (Bergbau) und Falco Czeczatka (Ententeich). Die 50 Mitglieder zählende Sparte Bergbau feierte ihr zehnjähriges Bestehen. Mehr als 6000 Besucher wurden bereits im Burgbergstollen gezählt. Neuerdings können hier Kindergeburtstage mit „Bergwerk-Arbeitseinsatz“ gefeiert werden. Eine attraktive Teichanlage hat die Sparte Ententeich mit ihren zwölf Mitgliedern in den vergangenen fünf Jahren geschaffen. Auch die benachbarte Grillhütte konnte inzwischen instand gesetzt werden. Der Ententeich ist wieder zu einem beliebten Ausflugsziel im Bürgerbachtal geworden.

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