Neujahrsempfang des Frankenberger Kreisbauernverbandes

Heimische Landwirtschaft gut aufgestellt

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- Frankenberg-Geismar (rou). Für mehr Miteinander 
innerhalb der „großen landwirtschaftlichen 
Familie“ haben Heinrich Heidel und Friedhelm Schneider beim ersten Neujahrsempfang des Frankenberger Kreisbauernverbandes geworben.

„Wir sitzen doch alle in einem Boot: ob großer oder kleiner Betrieb, ob ökologische oder konventionelle Landwirtschaft, ob Milchvieh- oder Schweinehalter“, zog Heinrich Heidel zum Abschluss des offiziellen Programms im Dorfgemeinschaftshaus Bilanz. „Untereinander streiten, aber gemeinsam kämpfen“, das müsse das Ziel sein, rief er den Vertretern aus Politik, Behörden, Wirtschaft, Verbänden und Institutionen zu, die zum Gedankenaustausch eingeladen waren.

In seinem Rückblick erinnerte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes an das trockene Frühjahr und den nassen Sommer 2011. Dennoch sei es gelungen, die Ernte mit einer vernünftigen Qualität einzubringen, sagte Heidel. Mit insgesamt 2600 Betrieben, davon ungefähr 600 Landwirten im Vollerwerb, sei die Waldeck-Frankenberger Landwirtschaft gut aufgestellt. Die Leistungsfähigkeit fasste er in Stichworten zusammen: 25 000 Kühe, 70 Millionen Euro Milchgeld, 40 000 Hektar Ackerfläche, 25 Millionen Euro Einnahmen aus der Weizenernte und 30 000 Hektar Grünland. Er wies auf die Rolle der Landwirtschaft als Nahrungsmittelproduzent hin, skizzierte aber auch die Bedeutung für den Klimaschutz und stellte klar: „Wir wollen die Böden für die nächsten Generationen erhalten und sorgen uns um unsere Tiere, weil sie Milch- und Fleischleistung erbringen.“

Nur eine intakte Landwirtschaft trage außerdem dazu bei, den ländlichen Raum lebenswert zu gestalten und ihn zu erhalten. Diese vielfältigen Leistungen der Landwirtschaft müssten anerkannt und 
honoriert werden. Trotz aller Sorgen und Nöte bezeichnete auch Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf das vergangene Jahr als vergleichsweise positiv. Innerhalb der Milchwirtschaft sei eine Entspannung der Lage eingetreten, Schwierigkeiten hätten aber nach wie vor die schweinehaltenden Betriebe. Eine besondere Verantwortung habe die Landwirtschaft in der Energiepolitik der Zukunft. Nachwachsende Rohstoffe würden immer wichtiger.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 28. Januar.

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