Wickert verteidigt Hessen-Titel, Teller siegt in der U-24-Klasse

Heimische Waldarbeiter dominieren

Meister an der Motorsäge: Thomas Wickert aus Frankenau hat am Wochenende in Remsfeld seinen Hessenmeistertitel der Waldarbeiter verteidigt. In fünf Disziplinen bewies er Präzision, Können und Geschick. Archivfoto: Andrea Pauly

Frankenau/Ernsthausen - Die heimischen Waldarbeiter sind hessenweit nicht zu schlagen: Thomas Wickert aus Frankenau hat seinen Titel bei den Hessischen Waldarbeitsmeisterschaften verteidigt. Platz zwei sicherte sich der Ernsthäuser Werner Klingelhöfer, gefolgt von Erwin Drescher aus Löhlbach.

Kettensägen in Hochgeschwindigkeit und Forstwirte in voller Aktion: Das konnten die Besucher am Wochenende im Gewerbegebiet von Remsfeld im Knüllwald bei der 12. Hessischen Waldarbeitsmeisterschaft erleben.

Der Veranstalter, das Team des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Hessen, wollte vor allem eines: diesen besonderen Beruf vorstellen, der so vielen Anforderungen zugleich gerecht werden muss. Denn Waldarbeiter sind nicht nur Wind und Wetter ausgesetzt - sie müssen bei ihrer Arbeit täglich hohe Präzision und vor allem viel Konzentration aufbringen, um Gefahren zu bannen und Unfälle zu vermeiden.

Knapp 5000 Zuschauer nutzten die Gelegenheit und bewunderten am Samstag und Sonntag die Leistungen der knapp 80Teilnehmer aus dem Bundesgebiet und einigen Nachbarländern. Vereinsvorsitzender Werner Klingelhöfer (Ernsthausen), Remsfelds Bürgermeister Jörg Müller und der Neukirchener Forstamtsleiter Günter Schumann eröffneten die Veranstaltung, die Forstwirtschaftsmeister Hartmut Keim aus Remsfeld organisiert hatte. Das aber sei ohne die vielen helfenden Hände von Feuerwehr, Sponsoren und Einwohnern nicht möglich gewesen, gab Keim den an ihn gerichteten Dank weiter.

Die Hessische Waldarbeitermeisterschaft findet alle zwei Jahre an wechselnden Austragungsorten in ganz Hessen statt. Schon am Samstagmorgen trugen fünf Startergruppen die fünf Disziplinen aus. Die Gruppen bestanden aus der Landesklasse Hessen, der U24 (größtenteils Auszubildende), den Gästen aus den Nachbarländern und deren U24-Startergruppe.

Als Disziplinen standen Kettenwechseln, Zielfällung, Kombinationsschnitt, Präzisionsschnitt und Entastung auf dem Programm. Die Teilnehmer mussten an jeder Station einen fachgerechten Einsatz der Kettensägen sowie eine schnelle und gewissenhafte Umsetzung der Aufgabe beweisen.

Dabei durften sie auch nicht die Aspekte der Arbeitssicherheit vernachlässigen, betonte Hartmut Keim. Wer kein Verbandspäckchen dabei hatte, seinen Gehörschutz nicht anlegte oder gar nur eine mangelhafte Sicherheitsausrüstung vorweisen konnte, erhielt einen Punktabzug oder schied gleich aus dem Wettbewerb aus.

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