Heinz Brück hat die Festschrift „800 Jahre Löhlbach“ fast fertiggestellt

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So sieht das Titelblatt aus: Heinz Brück hält den Ordner mit seiner Festschrift in Händen. Oben aufgelegt hat er das Titelblatt des Buches, das im März 2015 offiziell vorgestellt wird. Auf dem Computer im Hintergrund ist das Foto seiner eigenen Einschulung zu sehen. Foto: Biedenbach

Löhlbach. Bis in die Nacht hinein arbeitet Heinz Brück derzeit an der Festschrift „800-Jahre Löhlbach, 1215-2015“. Zirka 460 Seiten wird das Werk des 60-Jährigen umfassen. In drei bis vier Wochen soll es druckreif sein.

Seit Februar sitzt Heinz Brück in jeder freien Minuten am Computer und schreibt. Das Buch ist als eine Ergänzung gedacht zur Ortschronik „Ein Bergdorf im Kellerwald“, die der ehemalige Lehrer Otto Jacob 1982 verfasste.

Brück setzt eigene Schwerpunkte. So widmet er alten Bräuche – vom Neujahrswünschen, übers Schlittenfahren bis zum Nikolausfest – ein ausführliches Kapitel. Viele Löhlbacher werden sich wiederfinden: Brück veröffentlicht Fotos von allen Schulanfängern von 1951 bis zur Schließung der Schule 2010.

Die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs bekommen eine eigenes Kapitel. Karteikarten, die der Historiker Horst Hecker aus dem Hainaer Archiv zur Verfügung gestellt hat, geben Informationen über die Soldaten und ihren Todesort.

Anschaulich wird in Brücks Werk auch der Erste Weltkrieg – in Briefen des Pfarrer Kochs an die Soldaten. Darin zeigt sich, wie sich die Haltung zum Krieg von Begeisterung zum Entsetzen wandelte.

Gerade dieses Kapitel hat den Autor besonders bewegt. Als Kind hat er noch Verwundete aus der Zeit gekannt, etwa einen Mann mit einem Bein oder einen anderen, dem ein Teil des Unterkiefers fehlte. „Als Junge habe ich gern bei dem Löhlbacher Schuster Johannes Grünewald in der Werkstatt gesessen. Er hat viel aus der alten Zeit erzählt.“

Wann und warum sein Interesse an Geschichte vollends entflammte, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Martina Biedenbach

Quelle: HNA

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