Lehrer an Grundschule Ernsthausen verabschiedet – nach vielen Stationen im Kreis

Helmut Ebert geht in Ruhestand

Helmut Ebert inmitten seiner Schulkinder der Grundschule Ernsthausen, wo er am Freitagvormittag in einer kleinen Feierstunde aus dem Schuldienst in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Foto: Schneider

Ernsthausen. „Erst fördern, dann fordern“ war immer der Leitspruch von Helmut Ebert während seiner mehr als 40-jährigen Lehrertätigkeit an verschiedenen Grundschulen in Hessen. Nun ist der Frankenberger in einer kleinen Feierstunde von Schülern und Lehrerkolleginnen an der Grundschule Ernsthausen in den Ruhestand verabschiedet worden.

„Die Kinder standen bei mir immer im Mittelpunkt, und ich habe mich immer bemüht, ein gutes Lernangebot zu bieten“, sagte Helmut Ebert an seinem letzten Schultag. Das sei auch der eigentliche Grund, warum er überhaupt Lehrer geworden ist. Denn zu seiner Schulzeit sei das Lernangebot nicht immer optimal gewesen, fand Ebert, er habe sich oft von dem System Schule ungerecht behandelt gefühlt. Früher sei erst gefordert, dann gefördert worden. Und genau das Gegenteil wurde später zu seinem Leitspruch.

Nach seiner Studienzeit in Gießen als Erziehungswissenschaftler für Grund,- Haupt- und Realschule bekam er seine erste Stelle als Lehrer in der Schule von Heinebach im Kreis Melsungen. Danach folgte die Grundschule in Herzhausen, wo er auch seine zweite Prüfung absolvierte. Er wechselte zum Halbjahr nach Löhlbach, da dort dringend eine Stelle besetzt werden musste. Von 1974 bis 1988 lehrte er an der Grundschule Geismar. Dann kam der Wechsel zur Grundschule Ernsthausen, wo er bis zum Rentenbeginn als Klassenlehrer der Klasse 3/4 alle Fächer außer Musik unterrichtete.

Er gehe mit gemischten Gefühlen, schließlich sei er einer der wenigen Lehrer, so der 65-Jährige, der bis zur Altergrenze arbeitet. Doch freut er sich auch auf seinen Ruhestand, für den er sich noch viel vorgenommen hat, wie etwa zu lesen und Rad zu fahren.

Die Kinder bedankten sich mit kleinen Aufmerksamkeiten, wie Briefen, die er nun zuhause öffnen darf – jeden Tag einen. Moritz Schlichterle und Lilly Kraushaar hatten für ihren Lehrer Lieder und Gedichte geschrieben, und die Kolleginnen sparten auch nicht mit Dankesworten und Geschenken, genauso wie Andrea Höfer-Kraushaar vom Schulelternbeirat und als Vertreterin des Fördervereins der Grundschule.

Auch eine Nachfolgerin für Helmut Ebert gibt es schon: Tatjana Wider wird am 1. Februar ihren Dienst an der Grundschule Ernsthausen antreten. (sg)

Quelle: HNA

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