Battenberg: Bei Straßenerneuerung müssen Bäume geschützt werden

Herrenacker-Allee ist geschütztes Biotop

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- Battenberg (da). Am 2. Februar entscheiden die Stadtverordneten über Ausgaben in Millionenhöhe. Über die wichtigsten im Haushalt vorgesehenen Projekte informierten Planer, Architekten und Fachleute.

Haupt- und Finanzausschuss und Bauausschuss tagten gemeinsam. Straße Am Herrenacker: Dort sollen Kanalrohre, Wasserleitungen und die Straße erneuert werden. Das Baugebiet und damit auch die Infrastruktur entstanden etwa um 1960, nun sei eine grundhafte Erneuerung nötig, berichtete Winfried Roolf vom Planungsbüro RNT. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,3 Millionen Euro. Ein Landeszuschuss kommt auch – aber nur 24 400 Euro.

Der Kanal wird auf einer Länge von 740 Metern ausgetauscht. Er zeigte Bilder von Kameradurchfahrungen – die Schäden waren deutlich sichtbar. „Hier besteht Handlungsbedarf.“ Die Wasserleitung ist rund 60 Jahre alt und muss auf einer Länge von 710 Metern ersetzt werden. Die Straße ist 675 Meter lang und wird zwischen vier und acht Metern breit. Dass Straßen auch ein „gesetzlich geschütztes Biotop“ sein können, war einigen Abgeordneten neu: Die Lindenallee steht unter Denkmalschutz. „Das Fällen von Bäumen ist nicht zulässig“, sagte Winfried Roolf – darauf muss beim Straßenbau geachtet werden. Im Frühjahr sollen die Anlieger über den Ablauf der Bauarbeiten informiert werden.

Straße Erlenring: Im Neubaugebiet unterhalb der Gesamtschule soll die Straße endausgebaut werden. Die Kosten für das 820 Meter lange Stück belaufen sich auf 510 000 Euro.

Hochbehälter am Burgberg: Unter der Federführung des Ingenieurbüros Gröticke wurde­ die Bausubstanz des Hochbehälters untersucht. Ulrich Gröticke stellte das Ergebnis vor. Vom Brunnen am Mühlrain wird der 1904 erbaute Behälter über eine Pumpe mit Wasser versorgt. Er verfügt über zwei Kammern mit je 75 Kubikmeter Größe und einen Löschwasservorrat mit 50 Kubikmetern. Die Mauern werden ebenso saniert wie die Rohre und die Belüftungsanlage. Die Kosten belaufen sich auf rund 115 000 Euro. „Das hält dann 50 Jahre“, prognostizierte Gröticke. Die Bauarbeiten würden etwa zwei bis drei Monate dauern.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Samstag, 14. Januar.

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